Tödliches Coronavirus in Klinikum Schwabing: Von Renn-Kamel infiziert?

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    • 26.03.13
    • München
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Hat Renn-Kamel Araber infiziert?

Tödliches Virus in Schwabinger Klinik

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München - Es ist so selten wie tödlich: das Coronavirus. Im Schwabinger Klinikum wird derzeit ein schwerkranker Patient behandelt, der unter dem seltenen Erreger leidet.

© Haag/Kruse

Auf der Isolierstation in Schwabing liegt ein Patient mit dem neuen Coronavirus

Weltweit infizierten sich bisher nur 15 Menschen mit dem Coronavirus. Neun bezahlten mit ihrem Leben. Patient Nummer 16 liegt nun auf der Intensivstation in Schwabing.

Der Erkrankte stammt aus dem arabischen Raum. Laut dem Leiter der Schwabinger Infektiologie, Dr. Clemens Wendtner, hatte er sich bereits am 8. März in seinem Heimatland infiziert. Der Arzt vermutet, dass sich der Araber bei seinem „engen Kontakt zu Renn-Kamelen“ ansteckte.

Araber in Schwabinger Isolierstation

Dr. Clemens Wendtner leitet die Infektiologie in Schwabing und kämpft dort gegen das tödliche Coronavirus. foto: fkn© fknDr. Clemens Wendtner leitet die Infektiologie in Schwabing und kämpft dort gegen das tödliche Coronavirus.

Weil er schon mehrfach in München ärztlich behandelt worden war, entschieden seine Angehörigen, ihn per Privatjet hierher fliegen zu lassen. Wendtner betont, dass sein Patient keinen Fuß in einen Linienflieger gesetzt hat. Außerdem sei er bereits im Flugzeug mit einem geschlossenen Beatmungsgerät intubiert gewesen – so habe der Kranke niemanden anstecken können. Jetzt liegt der Araber unter strikter Isolation im Einzelzimmer in Schwabing. Sein Zustand sei „sehr kritisch“, sagt Wendtner, die Erkrankung „lebensbedrohlich“.

Die Gefahren des Coronavirus

Das Coronavirus kann Lungenentzündungen und Nierenversagen auslösen. Es gilt als schwer übertragbar, aber auch als sehr gefährlich. Bei dem Erreger handelt es sich um einen Verwandten des Sars-Virus, das erst seit kurzem bekannt ist. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) trat der erste Fall im Juni 2012 in Saudi-Arabien auf, wo das Virus bei einem 60-jährigen Mann gefunden wurde. Die meisten Fälle gab es im Nahen Osten, in Jordanien, Katar und Saudi-Arabien. Es sind aber auch Infektionen in Großbritannien bekannt. Dort war ein Patient betroffen, der sich vor seiner Erkrankung in Saudi-Arabien aufgehalten hatte und dann zwei Familienangehörige ansteckte. Demnach kann das Virus von Mensch zu Mensch springen. Mediziner gehen derzeit aber davon aus, dass für eine Ansteckung ein enger Kontakt notwendig ist.

Die seltensten Krankheiten der Welt

Wissenschaftler aus der ganzen Welt versuchen nun, den Erreger zu entschlüsseln. Erste Erfolge haben sie bereits erzielt: Coronaviren dringen über das Enzym DPP4 in die Zellen ein. Das Virus-Erbgut wandert in den Zellkern und übernimmt die Kontrolle über den Stoffwechsel der Wirtszelle. Nun ist es Forschern gelungen, Antikörper gegen DPP4 zu erzeugen, um so den Befall von Lungenzellen zu verhindern.

Erreger aus Ausland nach Deutschland importiert

Der Fall in München ist erst der zweite in Deutschland. Beide Male wurde der Erreger aus dem Ausland importiert. „Das Risiko für Kontaktpersonen, sich zu infizieren, ist insgesamt gering und für die Allgemeinbevölkerung extrem gering“, meldet das Robert-Koch-Institut. Auch Wendtner beruhigt: Es drohe keine neue Pandemie.

Thomas Schmidt

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