Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben

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    • 15.02.13
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Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben

  • Münchner verraten: Warum wir unseren Stadtteil lieben

    Sendling-Westpark: Der Westpark ist einfach wunderschön zum Spazieren. Ich bleibe dort an den Cafés dort sehr gerne hängen. Was ich auch mag, dass in meinem Café die Generationen beinander sitzen und sich über die Tische miteinander unterhalten. © Kurzendörfer

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    Das ist sehr familiär. Gott sei Dank ist Sendling-Westpark kein so hipper Stadtteil. Schön zum Wohnen, abends allerdings etwas sehr ruhig. Was derzeit nervt, ist die ewige Baustelle am Luise-Kiesselbach-Platz. Aber irgendwann ist das auch mal vorbei. Armin Stegbauer (48), Inhaber Café Kubitschek © Kurzendörfer

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    Bogenhausen: Unser Viertel hat einen dörflichen Charakter. Hier werden Traditionen gepflegt wie das Maibaumaufstellen. Gerade in Oberföhring kennt jeder jeden. Leider gibt es hier nicht viele Läden. Dafür ist die Lage einmalig. Wir haben Zugang zum Englischen Garten, sind schnell in der Innenstadt und im Umland. © Schlaf

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    Und Bogenhausen ist noch immer ein grüner Stadtteil. Hier gibt’s nicht viele Hochhausburgen. Deshalb ist das Viertel auch so beliebt. Das treibt leider die Mieten in die Höhe. Ich hoffe, dass die Gegend für die Alteingesessenen nicht irgendwann zu teuer wird.Elsbeth Klein (48), Inhaberin "Der Grüne Korb" © Schlaf

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    Sendling: Unsere Familie ist ja seit 200 Jahren auf dem Stemmerhof. Wir fühlen uns wohl in Sendling. Es hat noch so etwas Gewachsenes, die Leute kennen sich, wir etwa haben zu 60 Prozent Stammkunden. Es gibt in Sendling alles zum Einkaufen. © Schlaf

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    Die Verkehrsanbindung ist ausgezeichnet. Die Leute können sich das Wohnen noch halbwegs leisten, die Luxussanierungen halten sich noch im Rahmen. Ich fürchte nur, dass Sendling irgendwann zum In-Viertel wird und dann die Mieten steigen.Wolfgang Kunz (66) vom Stemmerhof © Schlaf

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    Feldmoching-Hasenbergl: Feldmoching hat diesen schönen dörflichen Charakter, hier wird Bairisch gesprochen und Brauchtum gelebt – zum Beispiel im Trachtenverein. Hier bei uns ist noch vieles landwirtschaftlich geprägt. Auf unserem Zehentmayer Hof verkaufen wir Eier und Kartoffeln aus eigenem Anbau. © Götzfried

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    Die Badeseen und Erholungsgebiete sind nah – und wir haben eine gute Verkehrsanbindung an die Stadt, zur Autobahn und auch zum Flughafen. Hier kennt man seine Nachbarn, das macht den Charme von Feldmoching aus.Christian Zech (36), Landwirt © Götzfried

  • Der Statteil ist toll, weil er noch nicht so „in“ ist wie viele andere in München. Das Publikum ist noch gemischt und die Mieten bezahlbar. Man ist schnell auf dem Land und schnell in der Stadt. Andererseits verödet mancher Platz – und viele der Läden in der Fürstenrieder Straße sind traurig, billig und ohne jeden Charme. Auch kulturell konnte mehr los sein, glücklicherweise wurde wenigstens das Rex-Kino gerettet.Nana Berz (l.), Wirtin des „Speisezimmer“ © Kurzendörfer

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    Schwabing West: An Schwabing-West gefällt mir die Nähe zum Luitpoldpark und zum Englischen Garten. Trotzdem hat man hier das Gefühl wirklich mittendrin in der Stadt zu leben. Ich genieße es, durch die vielen kleinen, individuellen Läden oder über den Elisabethmarkt zu bummeln. © fkn

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    Es ist insgesamt sehr lebendig hier und die Stimmung auf der Straße ist gut. Was mir nicht so gefällt ist die schwierige Parkplatzsituation und die teilweise überteuerten Preise, gerade in Cafés oder Restaurants. Lena Kienzler (29), Hebamme © fkn

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    Hadern: Ich mag besonders die vielen grünen Ecken. Mir fallen immer die schönen Einfamilienhäuser mit kleinem Vorgarten auf – wirklich idyllisch. Das Bildungsniveau bei den Hadernern ist sehr hoch, die Leuten schauen über den Tellerrand. Viele haben ein breites kulturelles Interesse. Für die Zukunft wünsche ich mir, dass Turm und Außenanlagen des Gemeindehauses rasch saniert werden. Sabine Krischer (56), ev. Pfarrerin, Reformations-Gedächtniskirche © Schlaf

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    Neuhausen-Nymphenburg: In Neuhausen gibt’s viele Kneipen und Cafés, wir haben den Hirschgarten, den Augustinerkeller und den Taxisgarten. Unser Viertel hat außerdem noch einen richtigen Mittelpunkt, den Rotkreuzplatz. Da gibt’s alle wichtigen Geschäfte und einen Markt. Im Sommer herrscht hier fast südländisches Flair. © Schlaf

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    Weniger gefällt mir das Neubaugebiet zwischen Hackerbrücke und Hirschgarten – das ist einfallslos! Schade finde ich, dass der Mittlere Ring unser Viertel zerschneidet. Selbst wenn es eine Untertunnelung geben sollte, wird die Zweiteilung wohl nicht aufgehoben. Günther Baumann (57), Initiator der Neuhauser Hobbybrauerei Richelbräu © Schlaf

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    Allach-Untermenzing: Ich lebe sehr gerne in Allach. Es ist immer noch ein richtiges Dorf am Rande der Stadt. Der Zusammenhalt ist da. Es gibt viele Vereine wie Schützen, die Alprösl-Trachtler, Sport- und Sparverein. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. © Kruse

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    Allerdings fühlen wir uns immer etwas als Stiefkinder der Stadt. So hat man unser Allacher Sommerbad zugesperrt. Und ob das geplante Einkaufszentrum am Oertelplatz gut für die einheimisches Geschäftsleute sein wird, weiß ich auch nicht recht.Wolfgang Sedlmair (47), Fernmelde-Elektroniker © Kruse

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    Trudering-Riem: In Trudering lebt sich’s wunderbar. Wir haben viel Grün vor der Tür und es gibt ein großes Angebot an Veranstaltungen im Kulturzentrum und gute Wirtschaften. Sogar ein eigenes Volksfest hat der Stadtteil noch. Früher wollte hier wegen des Flughafens in Riem niemand wohnen. © Haag

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    Heute ist Trudering ein schönes, ruhiges Viertel. Ich wohne schon seit 15 Jahren in Waldtrudering. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Mit Bus, S- und U-Bahn bin ich schnell in der Stadt. Durch die vielen Neubauten ist der alte Stadtteil auch ein bisschen multikultureller geworden.Karl-Heinz Joachim (64), Tierheimleiter © Haag

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    Berg am Laim: Das Schöne an Berg am Laim ist, dass es noch einen dörflichen Charakter hat und dass das bürgerliche Engagement hoch ist. Als Pfarrer freut mich natürlich besonders, dass die Kirche immer voll ist. Übrigens kommen viele Männer mit ihren Kindern. Früher hieß es immer: Die Frauen sind die Frommen. Das stimmt so nicht mehr. © Kurzendörfer

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    Was uns hier fehlt, ist ein großer Saal. Die Truderinger haben ein Kulturhaus, wir leider nicht. Und in unser Pfarrsaal bietet nur etwa 100 Menschen Platz. Dr. Brian McNeil (60), Pfarrer von St. Michael © Kurzendörfer

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    Es ist der Dorf-im-Dorf-Charakter, der etwas raue und zugleich herzliche Charme der Untergiesinger, der das Viertel für mich zur Heimat macht. Ich mag hier zum Beispiel die blauen Bänke am Hans-Mielich-Platz. Aber die Gier der Großkopferdn, die steigenden Mieten und der politische Wille lassen dieses Dorf leider ausbluten. © Westermann

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    Die Alteingesessenen werden vertrieben – und mit ihnen der Charme. Nicht umsonst war hier vor kurzem zu lesen: Heimat ist, wo das Herz wehtut. Maximilian Heisler (25), Aktionsgruppe Untergiesing © Westermann

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    Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln: Thalkirchen ist ein idyllischer Ort mit geschlossenem Ortskern – noch ein richtiges Dorf in der Stadt. Ich liebe unsere wunderschöne Kirche St. Maria. Toll ist natürlich die gute Anbindung an die Isar und den Flaucher. Viele haben das Urlaubs­paradies im Sommer vor der Haustür. Gut gefällt mir auch der neu gestaltete Thalkirchner Platz, weniger gut sind die Isargärten. © Schlaf

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    Sie werden als exklusive Architektur beworben, sind im Grunde aber einfach hingeklotzt – nach meinem Geschmack ist das keine Bereicherung für unseren Bezirk. Richtig schade finde ich auch, dass es so schwierig ist, eine anständige Gaststätte in der Umgebung zu finden, die auch Platz für Vereine bietet. Da wünsche ich für die Zukunft ein besseres Angebot. Jürgen Hennig (68), Vorsitzender Maibaum-Verein Thalkirchen © Schlaf

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    Aubing-Lochhausen-Langwied: Ich wohne seit 35 Jahren in Aubing und finde es schön, dass man hier noch die Menschen kennt. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert, leider nicht so oft zum Guten. Es gibt zwar einen Autobahnanschluss, aber zu wenig Schulen, Kindergärten oder Bibliotheken. Es werden Supermärkte gebaut – früher gab es schöne kleine Läden. © Kurzendörfer

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    Wenn die Bewohner eines Einfamilienhauses aus der Nachkriegszeit sterben, wird sofort ein Wohnhaus mit Eigentumswohnungen hingesetzt. Aus ­meiner Sicht ist die Stadtteilplanung auch nicht so gut. Trotzdem lebe ich gerne hier. Hilde Scholz (56), Traditionsunternehmen Schiller & Mayer © Kurzendörfer

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    Altstadt-Lehel: In der Altstadt ist es nie langweilig. Wir ­haben alle Geschäfte um die Ecke. Das kulturelle Angebot ist so groß, dass man nicht weiß, in welches Kino oder Theater man gehen soll. Und die Verkehrsanbindung ist so ausgezeichnet, dass man kein Auto braucht. Was nervt, ist die Aufhebung der Sperrstunde. Für Anwohner ist es nachts zu laut. © Haag

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    Außerdem ist es schade, dass die Münchner Geschäfte allmählich verschwinden und für Ketten Platz machen. Das nimmt der Innenstadt ihr Flair und macht sie auf Dauer austauschbar.Stefan Blum (55), Inhaber Hofbräumühle © Haag

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    Maxvorstadt: Hier in der Maxvorstadt leben viele nette Menschen: ältere, jüngere, reichere und ärmere. Und es gibt viele kleine sympathische Läden und Lokale und wunderschöne Hinterhöfe. Was mir nicht gefällt: dass der Georg-Elser-Platz immer mehr zum Parkplatz verkommt, weil man die Poller so leicht herausnehmen kann. © Schlaf

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    Da werden auch gerne die Mülltonnen abgestellt. Das ist nicht schön für die Anwohner, und das hat unser NS-Widerstandskämpfer auch nicht verdient.Hella Schlumberger (69), ­Autorin der Georg-Elser-­Initiative München © Schlaf

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    Ramersdorf-Perlach: Aus Ramersdorf geh ich nie mehr weg. Ich lebe hier seit 20 Jahren, und man müsste mich schon raustragen. Denn dieses Viertel ist das Schönste in München. Es hat noch so etwas Ursprüngliches. Hier leben ganz normale Leute, die zusammenhalten. © Kurzendörfer

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    Wir haben alte Wirtschaften und Vereine. Ich selbst bin im Verein für Stadtteilgeschichte. Was bei uns fehlt, ist der Christkindlmarkt. Außerdem sind die Unterschiede zwischen den alten und den neuen Stadtteilen sehr groß. Die meisten Ramersdorfer kommen nie nach Perlach.Norbert Haidl (59), Spezialist für alte Postkarten © Kurzendörfer

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    Milbertshofen-Am Hart: Früher war Milbertshofen ein Glasscherbenviertel. Das hat sich zum Glück geändert. Auch der Olympiapark mit seinen etlichen Angeboten für Sportler und Familien hat unser Viertel sehr aufgewertet. Wir haben einen Berg mitten in der Stadt mit Blick bis in die Alpen – und hier darf ich jeden Tag arbeiten! © Westermann

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    Ich wohne auch hier – nahe an der Leopoldstraße, zahle aber weniger Miete als in Schwabing. In machen Gegenden herrscht leider viel Verkehr, etwa am Petuelring. Aber der Tunnel hat die Situation sehr verbessert. Die neue Tram 23 von der Münchner Freiheit finde ich super! Philipp Katz (62), Biergarten-Angestellter in der Olympia-Alm © Westermann

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    Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt: In der Isar- und Ludwigsvorstadt gefällt mir vor allem das friedliche Flair im Bahnhofsviertel, wo unsere Familie seit 100 Jahren ansässig ist. Hier leben alle möglichen Nationen und Gewerbe miteinander. Es gibt kein Schickimicki. © Kurzendörfer

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    Am Gärtnerplatz mag ich die Mischung aus Kultur und Schwulenszene. Sorgen macht mir die zunehmende Luxussanierung. Auch die Spielhallenflut am Bahnhof ist ärgerlich. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Grün und Wohnraum für Familien.Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser (68), Vorsitzender des Vereins Südliches Bahnhofsviertel München © Kurzendörfer

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    Mooosach: Wenn ich am Moosacher St. Martins-Plat vor dem Maibaum neben dem alten Hacklhaus stehe, fühle ich mich wie auf dem Dorf. Meines Erachtens haben wir die schönste Altbausiedlung der Stadt, die Borstei. Gleichzeitig haben wir moderne Architektur wie den O2-Tower. Leider gibt es in Moosach auch sozial schwächere Gegenden – aber hier haben wir eine sehr gute Quartiers-Sozial­arbeit. Noch sind die Mietpreise auch für Familien ­bezahlbar. Laut der jüngsten Bevölkerungsprognose werden aber wir die größte Wachstumsrate der Stadt haben. Das führt zur Nahverdichtung. Alexander Dietrich (CSU), stellv. BA-Vorsitzender © fkn

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    Leider gibt es in Moosach auch sozial schwächere Gegenden – aber hier haben wir eine sehr gute Quartiers-Sozial­arbeit. Noch sind die Mietpreise auch für Familien ­bezahlbar. Laut der jüngsten Bevölkerungsprognose werden aber wir die größte Wachstumsrate der Stadt haben. Das führt zur Nahverdichtung. Alexander Dietrich (CSU), stellv. BA-Vorsitzender © fkn

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    Obergiesing: Obergiesing ist eigentlich ganz in Ordnung. Hier lebt ein eigener Schlag. Man kennt sich. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Was in Giesing allerdings fehlt, ist so etwas wie eine Fußgängerzone. © Götzfried

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    Man hat die Trambahn mitten durch die Tegernseer Landstraße gelegt – früher ging sie noch außenrum. Die Tram fährt jetzt direkt vor unserem Lokal vorbei, und somit man kann nicht mehr draußen sitzen. Was auch fehlt, sind die Heimspiele der 60er – und der Fasching. Der ist einfach verschwunden. So traurig es ist: Aber ich finde, dass Giesing auf dem absteigendem Ast ist. Rudolf Dimetz (49), Wirt im Gasthaus Alt Giesing © Götzfried

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    Schwanthalerhöhe: Ich mag an meinem Viertel das nette Nebeneinander und Miteinander unterschiedlichster Menschen. Hier tummeln sich so ­viele Charakterleute, die ihr eigenes Ding machen. Durch sie wird die Gegend zu einem bunten, besonderen, lebendigen Ort. Ladeninhaber, Künstler, Selbstständige und andere haben es schwer in München – und somit auch im Westend. © fkn

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    Das fängt bei mangelndem Raumangebot an und endet bei überzogenen Auflagen. Es gehört viel Einsatz und Idealismus dazu, einen eigenen Laden zu führen. Schade, dass es einem von Seiten der Stadt nicht leichter gemacht wird. Simone Graber (38), Inhaberin HeimatPunk & Luxusbaba © fkn

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    Ich wohne und arbeite seit 22 Jahren am Johannisplatz. Der ist schön grün, die Kinder haben einen Bolz- und Spielplatz. Das Tolle ist, dass wir ein wenig abseits liegen, aber nur 10 Minuten zum Marienplatz brauchen. Einmalig sind der Wiener Platz und das Franzosenviertel mit seiner alten Baustruktur – zum Glück stehen viele Gebäude unter Denkmalschutz. © Bodmer

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    Wir haben das Maximilianeum und das Uni-Klinikum Rechts der Isar. Ich bin froh, dass es hier viele alteingesessene Geschäfte wie die Metzgerei Vogl in der Steinstraße gibt. Leider sind die Mieten hier sehr hoch – und überall werden Luxussanierungen durchgeführt. Olaf Schmidt (49), Wirt vom ­Johanniscafé © Bodmer

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    Pasing: Pasing hat einen ganz besonderen Charme, weil die Menschen hier einen großen Lokalpatriotismus haben. Sie sind zu­allerst Pasinger und dann erst Münchner. Toll ist auch, dass es hier noch ein reges Vereins­leben gibt. Schützen, Trachler und der Kulturverein sorgen dafür, dass in Pasing immer was los ist. © Kurzendörfer

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    Derzeit leiden wir hier aber alle unter den ewigen Baustellen. Du weißt nie, ob du nicht plötzlich vor einer Baustellensperre stehst und nichts mehr weitergeht. Viele Geschäftsleute sind skeptisch, dass sich die Geschäfte nach Beendigung der Bauarbeiten wie erhofft wieder normalisieren.Christian Hattenhauer (48, r.), Wirt des Franzz © Kurzendörfer

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    Schwabing-Freimann: Das Tolle an Schwabing ist, dass man mitten im Geschehen wohnt, aber abseits der Innenstadt. Vor allem die Münchner Freiheit ist ein schöner historischer Platz. Die moderne U-Bahnstation passt gut dazu. Wir haben generell eine schöne Mischung. Wer Rambazamba will, geht auf die Leopoldstraße. © Bodmer

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    Im Englischen Garten ist es ruhiger. Ich wohne seit meiner Jugend in Schwabing, und für mich ist es der schönste Stadtteil. Hier ­leben viele alteingesessene Münchner. Wir sind eine große Familie. In unserem Laden kennen wir fast alle Kunden. Ich finde es aber schade, dass es in der Gegend nicht mehr kleine Läden gibt. Vor allem auf der Leopoldstraße nehmen die Ketten überhand.Alexander Vesely (44), Ladenbesitzer des „Gaumenspiel“ © Bodmer

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