Schockierende Bilder einer Explosion: Ein komplettes Schaufenster liegt auf dem Gehweg gegenüber. Die Türkenstraße vor dem Haus Nr. 63 ist übersäht mit Glasscherben und Schutt. Dazwischen laufen geschockte Menschen. Sie schreien, sie bluten. Ein Pärchen um die 40 sitzt an die Hauswand gelehnt, sie drücken sich Taschentücher auf ihre blutigen Wunden. Mitten auf der Fahrbahn liegt eine Frau, ihr Fahrrad daneben.
Es ist 13.15 Uhr, als am Dienstag Mittag ein lauter Knall die Türkenstraße erschüttert. In einem Goldschmiedegeschäft explodiert offenbar mindestens eine Gasflasche. Warum, ist noch unklar. Die Druckwelle ist jedenfalls so heftig, dass es das gesamte Sicherheitsschaufenster aus der Verankerung reißt. Im Nachbarladen, einer Modeboutique, zerspringt die Scheibe. Glasscherben schießen wie Geschosse auf die Straße.
Das Pärchen, das gerade die Auslagen der Goldschmiede anschaute, kann den Tag als ihren zweiten Geburtstag feiern. Das große Fenster fliegt irgendwie über die beiden hinweg.
Zwei Radler, ein Mann und eine Frau, stürzen, als das Schaufenster über sie hinwegschießt und gegen einen BMW auf der anderen Straßenseite kracht. Die Angestellten vom Café Zeitgeist gegenüber helfen, bis die Rettungskräfte eintreffen (siehe Text unten).
Die Türkenstraße war bis zum Abend gesperrt. Im Umfeld kam es zu massiven Staus. Die Polizei ermittelt jetzt die genaue Ursache der verheerenden Explosion. Der Schaden geht in die Hunderttausende.
Bilder vom Einsatzort
Sie eilten den Opfern zu Hilfe
Währenddessen spurtet Joao Felipe zum Goldschmiedegeschäft. „Die Werkstatt brannte. Irgendwie hab ich den Feuerlöscher aktiviert und los ging’s.“ Angst vor dem Feuer hatte der 37-Jährige nicht. „Dazu hatte ich keine Zeit.“
Jacob Mell




















































Joao Felipe (2.v.l.) und seine Kollegen vom Café Zeitgeist liefen sofort raus und halfen den Verletzten

















