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Oberste Pflicht: Ruhe bewahren

Holzhausen - Für Eltern ist es ein Alptraum, wenn ihre Kinder krank werden. Doch genau wie bei Unfällen im Haushalt gilt als oberstes Gebot, Ruhe zu bewahren.

Wenn das eigene Kind krank ist, bekommen es die Eltern oft mit der Angst zu tun. Der Münsinger Haus- und Notarzt Dr. Jörg Lohse sprach in einem Vortrag, was in Notfällen zu tun ist. Foto: red

Über Notfälle bei Kindern referierte der Münsinger Haus- und Notarzt Dr. Jörg Lohse kürzlich auf Einladung der Holzhauser Ortsbäuerinnen im Vereineheim.

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Fieberkrämpfe seien bei Kleinkindern nicht selten, weiß Lohse. Das unausgereifte Gehirn reagiere damit auf Körpertemperaturen von 40,5 bis 41 Grad Celsius. Was tun, wenn das Kind nicht mehr ansprechbar ist, wenn es blau anläuft und keine Luft mehr bekommt? „Herausnehmen, leicht schütteln, dabei aber den Kopf stützen, eventuell beatmen und den Notarzt rufen“, rät der Mediziner. Meist vergehe ein Fieberkrampf aber nach einigen Minuten von selbst. Am besten, man lasse es gar nicht zu Temperaturen über 39 Grad kommen, indem man rechtzeitig homöopathische Mittel wie Belladonna verabreiche oder Paracetamol gebe.

Zwischen zwei und zehn Jahren erleiden Kinder häufig einen Krupp- beziehungsweise Pseudo-Krupp-Anfall. Meist infolge eines Infekts erwachen sie nachts mit bellendem Husten und haben das Gefühl, keine Luft mehr zu bekommen. Der Expertenrat lautet hier: den Duschhahn voll aufdrehen, damit sich warmer Wasserdampf bildet; gleichzeitig das Fenster öffnen. Bei wiederholten Anfällen gehören Cortison-Präparate in die Hausapotheke, die die Atemschleimhäute abschwellen lassen.

So lebensbedrohlich manche Situationen erschienen, dürften Eltern nie in Panik geraten, denn das übertrage sich auf das Kind, sagte Lohse. Eindringlich mahnte er Vorkehrungen an gegen die häufigste Todesursache im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren: das Ertrinken. In diesem Alter gehörten Gartenteiche abgeriegelt, Ausflüge an Seen oder Weiher ohne Aufsicht verboten.

(tal)

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