Münsing - Das Blockheizkraftwerk am Gemeindezentrum erweitern, noch stärker auf Holz setzen und die Windkraft nutzen: Das empfehlen Experten den Münsingern auf dem Weg zur Energiewende.
Prof. Markus Brautsch von der Hochschule Amberg hat im Auftrag der Gemeinde ein Gesamt-Energiekonzept für den Ortsteil Münsing erarbeitet. Am Dienstag stellte er es dem Gemeinderat vor, der einstimmig beschloss, die Tipps des Energieexperten soweit wie möglich umzusetzen.
Schon jetzt werden Rathaus, Schule, Gemeindesaal und Feuerwehr mit Nahwärme aus einem Blockheizkraftwerk versorgt. Diese Anlage, so rät Brautsch, sollte die Gemeinde verbessern und erweitern.
Eine extreme Energieschleuder ist Brautsch zufolge die Grastrocknungsanlage in Degerndorf. Sie verbrauche 1,3-Mal soviel Energie wie der gesamte Ort Münsing. Einsparungen ließen sich durch den Bau eines Erdgas-Blockheizkraftwerks (vier Prozent) sowie einer vorgeschalteten Presse erreichen, die dem Grüngut vor der Trocknung Feuchtigkeit entzieht (25 Prozent).
Dass die Gemeinde laut Untersuchung ihre Bestandsgebäude energetisch sanieren muss, „ist für uns nichts Neues“, wie Bürgermeister Michael Grasl sagt. Wohl aber, dass die Solarthermie noch weiter ausgebaut werden kann.
Kritisch gesehen wird hingegen von Brautsch wie vom Gemeinderat die reine Stromerzeugung durch Biomasse-Anlagen. Dabei, so Brautsch, werde zu viel wertvolle Wärme „einfach zum Fenster hinaus geblasen“.
(tal)
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