Murnau - Das Projekt Realschul-Neubau Murnau schreiten mit Riesenschritten voran. Im Kreisausschuss wurde nun über die möglicherweise bis zu 300 000 Euro teure Container-Zwischenlösung beraten. In Murnau wurde ein Bebauungsplan auf den Weg gebracht.
Der Weg ist klar vorgeben: Bis der Neubau der Realschule in Murnau steht, sollen die Buben im kommenden Schuljahr in einem Interimsbau auf dem Lehrerparkplatz unterrichtet werden. Eine Lösung, die jedoch nicht ganz billig zu werden scheint. Zumindest sollen dafür 300 000 Euro im aktuellen Haushalt des Landkreises eingestellt werden. Die Verantwortlichen sprechen davon, sich auf den „worst case“, den schlimmsten Fall, vorzubereiten.
So wurde das Szenario zumindest von Kreisbaumeister Christopher Schreyer und Kreiskämmerer Martin Reimann in der Sitzung des Kreistags-Schulausschusses umrissen. Demnach würden die 300 000 Euro nur dann benötigt, wenn die Container für den Behelfsbau vom Landkreis gekauft werden sollen. Dabei handelt es sich um sechs Klassenzimmer sowie so genannte Nebenräume für die Lehrer und sanitäre Anlagen. Diese sollen, wie berichtet, für ein Schuljahr genutzt werden. So lange, bis der Neubau der Knaben-Realschule auf der Wiese gegenüber des Staffelsee-Gymnasiums steht. In diesem soll ab dem Schuljahr 2014/2015 Unterricht stattfinden. Auf Nachfrage von CSU-Kreisrat Rolf Zigon erklärten die Verantwortlichen der Kreisbehörde, dass sich die beste Lösung noch nicht herauskristallisiert hat. „Wir müssen erst schauen“, sagte Reimann, was sich rechnet. Ist es rentabler, die Module für ein Jahr zu mieten? Oder kommt der der Landkreis finanziell besser weg, wenn er die Container jetzt erwirbt und später wieder verkauft? Antworten auf diese beiden Fragen soll in den nächsten Monaten gefunden werden.
300 000 Euro stehen nun prophylaktisch im Haushaltsentwurf für 2012. Hinzu kommen 700 000 Euro an Planungskosten für den Neubau. Weitere 50 000 Euro sind unter dem Punkt „Schulausstattungen“ zu finden. Eingaben, die vom Schulausschuss abgesegnet wurden. Die letzte Entscheidung fällt der Kreistag im Frühjahr.
Was Bewohner des Längenfeldwegs interessieren wird: Es steht zur Debatte, von Süden kommend bis auf Höhe der Firma Wiesendanger ein Parkverbot auszusprechen. Nach Ansicht von Elisabeth Hoechner (SPD) könnte dies für die Anlieger jedoch „sehr problematisch“ werden. Diese hätten nämlich keine Garagen. Man müsse rechtzeitig kommunizieren, dass zur Fertigstellung der Schule das Parkverbot kommen soll.
Johann Scherrer (CSU) bemerkte, die Anwohner „müssen sich bemühen, Abstellmöglichkeiten zu schaffen“. Offensichtlich wäre vor, hinter und zwischen den vorhandenen Häusern Platz. Im Rathaus erwägt man darüber hinaus, die Dr.-Schalk-Straße zu einem späteren Zeitpunkt bis zum Längenfeldweg zu verlängern.
Dieses Vorhaben steht in Zusammenhang mit Häusern, die in Zukunft auf der Wiese nördlich der Realschule entstehen sollen. 5000 Quadratmeter umfasst dieses Wohngebiet. (nah/roy)
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