Murnau - Die Mitarbeiter der Unfallklinik Murnau sind in großer Trauer. Sie haben ihren Kollegen, Oberarzt Dr. Klaus B., durch ein tragisches Lawinenunglück verloren.
Der 37-Jährige war in einem Schneebrett am Gemsstock in Andermatt (Schweiz) am Freitag vor einer Woche ums Leben gekommen. Wie in einem Bericht in den Aargauer Nachrichten zu lesen ist, hatte sich ein zirka 40 Meter breites Schneebrett spontan in einer Höhe von rund 1900 Metern gelöst. Der Arzt und seine Frau befanden sich zu diesem Zeitpunkt rund 200 Meter unterhalb der Abrissstelle. Klaus B. war von den Schneemassen mitgerissen worden und in ein Bachbett gestürzt. Seine Frau blieb unverletzt und konnte Alarm schlagen. Beide seien laut den Aargauer Nachrichten mit Suchgeräten und Lawinenrucksäcken gut ausgerüstet gewesen, hätten sich aber außerhalb der gesicherten und markierten Pisten aufgehalten. Die Bergung des Lawinenopfers aus dem unzugänglichen Gelände habe sich als sehr schwierig erwiesen. Die Bergungsmannschaft habe vom Helikopter aus an, Seilen hängend, den Verschütteten aus dem harten Schnee graben müssen.
Klaus B. ist am Donnerstag in seinem Wohnort Huglfing beigesetzt worden. Er hinterlässt neben seiner Frau ein dreijähriges Kind.
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