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Ärger um Methadon-Praxis in Neuperlach

Ärger um Methadon-Praxis in Neuperlach

München - Eine Arztpraxis, in der Methadon an Drogenabhängige abgegeben wird, erzürnt die Anwohner in Neuperlach. Die Bürgerversammlung hat nun gefordert, die Praxis zu verlegen.

Die Eigentümergemeinschaft im Marx-Zentrum fühlen sich von den Patienten der Methadon-Ambulanz am Peschelanger belästigt und bedroht. "Ältere Menschen trauen sich nicht mal mehr zum Bäcker rüber", erklärte Eigentümersprecher Edgar Nikolaus auf der jüngsten Bürgerversammlung in Perlach.

Die Praxis von Dr. Müller betreue 140 Suchtkranke, von denen die Hälfte täglich und der Rest einmal wöchentlich kämen, erzählte Birgit Gorgas, Leiterin der Drogenberatung im Gesundheitsreferat. Es handelt sich um Drogenabhängige, die im so genannten Substitutionsprogramm der Stadt mit dem Drogenersatzstoff Methadon versorgt werden. Sie müssen ihre Rationen in der Praxis unter Aufsicht einnehmen. Das soll Handel mit dem begehrten Stoff verhindern. Das Substitutionsprogramm soll unter anderem der Beschaffungs-Kriminalität im Drogenmilieu vorbeugen.

Streetworker würden bereits prüfen, wer sich rund um die Praxis im Marx-Zentrum aufhalte und wer genau die Belästigungen auslöse, berichtete Gorgas . Nun überlege man, was man anbieten könne. So seien Kontaktläden im Gespräch, um den Tagesaufenthalt dorthin zu verlegen.

Die Bürgerversammlung sprach sich mit knapper Mehrheit für eine Verlegung der Methadon-Praxis im Marx-Zentrum aus. Abgelehnt wurde jedoch der Antrag eines anderen Bürgers, der "weg mit der Methadonausgabe in Wohngebieten" forderte.

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