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Fürstenfeldbruck - Rund 1500 Jahre alte Skelette aus Emmering bringen neues Leben in die Debatte um die Herkunft der Bajuwaren.

Die Skelette sollen Aufschluss über die Völkerwanderung geben.
Die Knochen verraten, dass die frühen Emmeringer Zugereiste waren. Und sie ermöglichen Wissenschaftlern Erkenntnisse darüber, aus welcher Gegend die Migranten an die Amper kamen.
Die rund 400 Skelette, die vor einigen Jahren großteils vom historischen Verein Bruck in Emmering ausgegraben wurden, könnten Licht in eines der dunklen Kapitel der Geschichte Bayerns bringen. Denn welche Stämme sich in der Zeit der Völkerwanderung zwischen 500 und 750 nach dem Abschied der Römer an Isar und Amper ansiedelten, ist nicht ganz klar.
„Die Bajuwaren sind ein Konglomerat aus vielen Stämmen, die gemeinsam ein neues Volk gebildet haben“, sagt Kreisheimatpfleger Toni Drexler. „Nur bei der Zusammensetzung, da scheiden sich die Geister.“ Sicher seien noch Römer da gewesen. Aber auch Alemannen, Böhmen oder Langobarden können sich niedergelassen haben. Drexler: „Da gibt es die wildesten Theorien.“
Rolf Marquardt vom historischen Verein ließ die Skelette mit der Strontium-
Dass die frühen Emmeringer Migranten waren, steht schon fest. Nun müssen die Isotopen der Skelette mit Datenbanken verglichen werden. Je nachdem wie gut der Infobestand hier ist, können die Herkunftsorte der Menschen aufgezeigt werden.
Allerdings sind die Untersuchungen teuer: Marquardt hat das Geld von verschiedenen Sponsoren zusammengekratzt und bekommt vom Landkreis heuer zumindest 1000 Euro. Er bedauert, dass es trotz des Gräberfelds am Wertstoffhof nicht gelungen ist, eine Siedlung zu finden. Toni Drexler ist sicher: Die Funde werden überregionale Bedeutung erlangen. (st)
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