208.02.10|München|2 KommentareFacebook
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München - Als Helmut Hinz seinen Job als Kfz-

Startet noch einmal neu durch: Helmut Hinz, der 2009 seinen Job bei Buchner + Linse verlor, hat sich mit 57 Jahren mit einer Autowerkstatt selbständig gemacht. R. Kurzendörfer
Noch riecht es hier nicht nach Autoabgasen, sondern nach der frischen Farbe an der Wand. Nirgends ist ein Ölfleck zu sehen, der blaue Lack der Messgeräte und Maschinen glänzt. „Das ist mein Schmuckkästchen“, sagt Helmut Hinz und zeigt stolz seine Werkstatt vor.
Mit 57 Jahren ist der Auto-
Der Gang zur Arbeitsagentur fällt ihm schwer. „Es war das erste Mal, dass ich da hingehen musste, um nach einem Job zu fragen“, erzählt Hinz. In seinem Alter sei er schwer vermittelbar, heißt es dort. Da helfen ihm auch sein Meister und 40 Jahre Berufserfahrung nicht. Doch aufgeben kommt für Hinz nicht infrage: „Ich bin zu jung, um in Rente zu gehen.“
Den blonden Kopf unter die Motorhaube stecken, mit ölverschmierten Händen am Innersten eines Autos schrauben – das ist seine Welt. „Er liebt seinen Beruf“, sagt seine Ehefrau Karolina über ihn und nennt ihn deshalb auch liebevoll „Auto-
Hinz beschließt, noch einmal durchzustarten. Mit einer eigenen Werkstatt. „Meine Berufserfahrung ist mein Kapital“, glaubt der Kfz-
So schwierig hatte er sich den Weg in die Selbständigkeit allerdings nicht vorgestellt. Formulare ausfüllen, eine Finanzierung auf die Beine stellen; noch nie zuvor hatte Hinz etwas von einem Business-
Die geeigneten Räume für seine neue Existenz findet der Familienvater nach langer Suche in Karlsfeld an der Dachauer Straße 558. Die Autogas-
Zum Oktober sollte der Vormieter ausziehen. Der beste Zeitpunkt, um eine Werkstatt zu eröffnen, schließlich wollen im Herbst die Kunden ihre Autos winterfest machen. Doch es gibt Verzögerungen. Noch fast drei Monate zieht es sich hin, bis Hinz den Schlüssel zu seiner Werkstatt in Empfang nehmen kann. Die Wartezeit ist ihm als der absolute Tiefpunkt auf seinem Weg in die Selbständigkeit in Erinnerung. „Ich hatte ständig die Befürchtung, dass die Kunden doch woanders hingehen könnten.“
Mit dem Jahreswechsel wurde sein Traum wahr. Inspektionen, Abgasuntersuchungen und TÜV-
Wenn er morgens um sieben Uhr die Tür seiner Werkstatt aufschließt, den Computer hochfährt und die Kiste mit dem Werkzeug zurecht rückt, fühlt er sich am richtigen Platz. „Ich bin beruhigt, richtig entspannt“, sagt er.
Kerstin Lottritz
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08.02.10 meint mare (anonym)
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