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- VON ROBERT HABERER Penzberg/Sharjah - Wenn sie von ihrem Aufenthalt in Sharjah erzählen, geraten die Besucher ins Schwärmen. Am Dienstagabend, einen Tag später als ursprünglich vorgesehen, kehrte die 15-köpfige Delegation aus Penzberg mit Bürgermeister Hans Mummert, Stadträten, Vertretern der muslimischen Gemeinde und der örtlichen Wirtschaft von ihrer viertägigen Reise in das Scheichtum zurück (wir berichteten). Eingeladen hatte der Herrscher von Sharjah, Sheikh Dr. Sultan bin Muhammed al Qasimi, Sponsor der Penzberger Moschee. Zurück in der Heimat gab sich Rathaus-Chef Mummert zuversichtlich, die Kontakte auf kultureller und wirtschaftlicher Ebene ausbauen zu können.<BR>
<P>Abgeholt wurde die Gruppe am Freitag standesgemäß mit dem Privatjet des Scheichs, einem umgebauten Airbus. Ab Samstag absolvierte die Delegation ein dicht gedrängtes Programm. Auf der Tagesordnung standen unter anderem Empfänge beim Scheich selbst, bei der Handelskammer von Sharjah, die Besichtigung der neu erbauten, äußerst großzügig gestalteten Universität und der mit großem Aufwand erhaltenen Altstadt von Sharjah-Stadt.<P>"Das Klima war ganz locker", beschreibt Mummert das Treffen mit dem Landesfürsten. Für die Einladung revanchierte sich die Delegation beim Scheich mit einem König-Ludwig-Bierseidel. Angestoßen wurde aber nur mit Penzberger Leitungswasser - im Emirat gilt strenges Alkoholverbot.<P>Sharjah präsentierte sich nach den Berichten der Besucher als äußerst gastfreundliches, weltoffenes Land. Die Delegation konnte auch - außerplanmäßig - eine russisch-orthodoxe und eine katholische Kirche besuchen. "Angehörige aller Religionen können ihren Glauben ungehindert praktizieren", berichtete CSU-Fraktionschef Nikolaus Lutz.<P>Der Dialog der Religionen sei dem Scheich ebenso ein Anliegen wie den Muslimen in Penzberg. "Wären wir nicht gleicher Ansicht, hätte er uns nicht unterstützt", sagt Benjamin Idriz, Imam der Penzberger Moschee, der ebenfalls bei der ungewöhnlichen Reisen dabei war. "Hier konnte man sehen, wie verschiedene Religionen friedlich miteinander leben", betonte der Imam.<P>SPD-Stadträtin Regina Beier interessierte sich besonders für die Situation der Frauen Sharjahs. "Auch wenn sie in der Öffentlichkeit wenig in Erscheinung treten, scheinen sie die Macht im Hause zu haben", sagt Beier. So würde sich der Scheich jeden Abend über die Regierungsgeschäfte mit seiner Frau unterhalten. Die Frauen Sharjahs seinen zudem gut ausgebildet. Das zeigte sich an den beiden Universitäten: Dort studieren Männer und Frauen.<P>Das rasante Wachstum hat dem Emirat aber auch ein Müllproblem beschert, wusste Stadtrat Johannes Bauer (Grüne) zu berichten. Hier lagen denn auch die Anknüpfungspunkte für die Wirtschaftsvertreter der Delegation. Und auch Bürgermeister Mummert selbst könnte sich vorstellen, dem Scheich dazu etwas aus Bayern zu präsentieren: die Müllsortieranlage des Landkreises. <P>
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