München - Eine Beratungsstelle für Prostituierte schlägt Alarm: Immer mehr Bordellbetreiber zwingen Prostituierte zum Sex ohne Kondom. Politiker wollen das unter Strafe stellen.

Wegen wachsender Konkurrenz zwängen immer mehr Bordellbetreiber Prostituierte zu ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Freiern, berichtete Sabine Skutella von der Sozialberatungsstelle Mimikry am Donnerstag. Die Bordellbetreiber sagen den Frauen, sie dürften nur bei ihnen arbeiten, wenn sie sich zum Sex ohne Kondom bereit erklären, sagte Skutella in einer Sitzung des Sozialausschusses im Bayerischen Landtag. Aids und andere sexuell übertragbare Krankheiten könnten sich so ausbreiten.
Die Grünen-Abgeordnete Renate Ackermann bezeichnete die Entwicklung in den Bordellen als Bedrohung für die Volksgesundheit. Auch Familienväter gehen in solche Etablissements, sagte Ackermann.
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