125.10.09|München|15 KommentareFacebook
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München - Ein Auftritt des umstrittenen israelischen Historikers Ilan Pappe in München hat schon im Vorfeld zu einem Eklat geführt. Die Stadt hat dem Veranstalter die bereits zugesagten Räume gekündigt. Pappe wird trotzdem auftreten.

Der „Salam Shalom – Arbeitskreis Palästina / Israel“ im Eine-
Der Referent, den der Arbeitskreis nach München eingeladen hat, hat sich in Israel äußerst unbeliebt gemacht. Der israelische Historiker Ilan Pappe lehrte bis 2007 in Haifa und ist jetzt Professor im englischen Exeter. Vor allem sein Buch „Die ethnische Säuberung Palästinas“ hat ihm in Israel das Image eines Nestbeschmutzers eingebracht. Pappe vertritt darin die These, der Exodus der Palästinenser sei keine Begleiterscheinung des Krieges gewesen, sondern eine von langer Hand geplante ethnische Säuberung. Pappe rief damit auch innerhalb der Gruppe der sogenannten Neuen israelischen Historiker Kritik hervor. Er fand jedoch auch Unterstützung. So schrieb Rolf Michaelis in der Zeit: „Es ehrt Israel, dass einer seiner Forscher solch ein notwendiges Buch schreiben kann.“
Das umstrittene Buch sollte der ungeliebte Sohn Israels am Freitagabend bei einer „Lesung mit Musik“ vorstellen. Am Samstag sollte ein Vortrag, am Sonntag ein Workshop mit dem Historiker folgen. „Es geht um seriöse Aufklärung, nicht um antisemitische Agitation“, betont Lenner. Gerade deshalb habe man ja die Workshops geplant.
Das Programm war laut Lenner seit Wochen bekannt, die Räume im Pädagogischen Institut des Schulreferats waren gebucht. Am Donnerstag nun meldete sich die Deutsch-
Dem Druck dieser Lobby, so glaubt Lenner, habe OB Ude nachgegeben – „ein deutlicher und krasser Fall von Unterdrückung einer unerwünschten Debatte“.
OB Ude weist das zurück. Die Entscheidung habe nicht er, sondern das Schulreferat getroffen, nachdem E-
Der Arbeitskreis fand ein Ersatzquartier: Die öffentliche Veranstaltungsreihe wurde in die Räume der Initiativgruppe an der Karlstraße 50 verlegt. „Wir lassen das auf keinen Fall ausfallen“, betonte Lenner am Freitag.
Peter T. Schmidt
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28.10.09 meint nik100943 (anonym)
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