Genz über Gröber-Spende: Persönlich, nicht privat

Genz über Gröber-Spende: Persönlich, nicht privat

017.07.02|NachrichtenFacebook
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- Laut Berger Unternehmer zwei Spendenlisten - Tipps an CSU

VON HANNA VON PRITTWITZ Berg - Die Spende des Berger Unternehmers Siegfried Genz an den Landtagsabgeordneten Klaus Gröber war für diesen persönlich, jedoch nicht für dessen persönlichen Gebrauch. Das betont Spender Siegfried Genz. Auch bekräftigt er, die Spende 1998 oder 1999 übergeben zu haben, nicht früher. Und: Es gibt offenbar zwei Spenderlisten.

Siegfried Genz, Fluzeugingenieur und Besitzer eines großen Teils der Maxhöhe in Berg, hat sich gestern enttäuscht zu den Vorgängen bezüglich seiner Spende an Klaus Gröber geäußert. Zwar seien die 100 000 Mark als persönliche Spende gekennzeichnet gewesen. Doch dass Gröber sie für seine privaten Belange nutzen würde, "damit hätte ich nie gerechnet", sagte Genz gegenüber unserer Zeitung. Er habe die Spende persönlich in einem Kuvert an Gröber überreicht. Er sei sich sicher, dass dies Ende 1998 oder Anfang 1999 gewesen sei. Seither habe er keinen Kontakt zu Gröber gehabt - abgesehen von dem Fax, in dem er ihn im Frühjahr über die Existenz einer Spendenliste informiert habe. Und: "Gröber hat darauf nicht reagiert." Er selbst sei während eines Aufenthalts auf Mauritius von einem Vertrauten über die Existenz dieser Liste informiert worden. Diese eine Liste soll zumindest teilweise im Internet veröffentlich worden sein.

Eigene Liste

in Auftrag gegeben

Unabhängig davon habe er zu Beginn des Euro-Jahres seine Mitarbeiter in Berg und Innsbruck aufgefordert, eine lückenlose Spendenliste zu erstellen. Woher die zweite Liste stamme, sei ihm ein Rätsel.

In Zusammenhang mit dem Spendenskandal macht Genz der CSU Berg einen Vorschlag in Richtung Neuanfang: "Unter der Leitung von Bürgermeister Rupert Monn sollte sich in Berg eine neue große CSU formieren. Dies wäre wohl das Beste für die Gemeinde Berg", sagte er gestern.

Damit bleibt der bisherige Widerspruch zwischen Genz` Aussagen und denen von Klaus Gröber bestehen. Letzterer behauptet, die Spende "vor knapp sieben Jahren" in Empfang genommen zu haben. Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist nun, den wahren Termin herauszufinden. Dazu haben die Ermittler Genz bereits Fragen zugestellt, von denen ein Teil bereits beantwortet ist.

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