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- Gröbenhüter Bloid stellt neue Arbeit vor
VON SUSANNE SCHWIND Gröbenzell - Die politische Gemeinde Gröbenzell ist noch jung an Jahren, feierte im vergangenen Jahr ihren 50. Geburtstag. Betrachtet man aber die geologischen Verhältnisse in und um die Gröbenbachgemeinde, so muss man weiter zurück in die Vergangenheit. Der Gröbenzeller Helmut Bloid, Mitglied des Heimatkundevereins "Die Gröbenhüter", hat sich intensiv mit der Landschaftsentstehung in und um die Gemeinde beschäftigt.
Der pensionierte 73-jährige Studiendirektor, der Chemie, Geographie und Biologie unterrichtete, hat dazu jetzt eine 35-seitige Arbeit herausgegeben. Schwerpunkte bilden darin der Torf, dessen Entstehung, die Almsande und der Gröbenzeller Sandberg. Geologisch gesehen gehört Gröbenzell zur Münchner Schotterebene, schreibt Bloid. Gegen Ende der vor etwa 20 000 Jahren endenden Würm-Eiszeit wurde durch abschmelzendes Gletschereis Moränen- und lockeres Gesteinsmaterial weiterverfrachtet und zu Geröll geformt - Kies, der sich noch immer im Untergrund der Gröbenbachgemeinde findet.
Gröbenzell ist aber auch Teil des Dachauer Mooses. An der Oberfläche austretendes Grundwasser und Staunässe haben zur Entstehung des Niedermoores geführt. Feuchtigkeitsliebende Pflanzen boten die organische Substanz zur Bildung des Torfs. In den Torflagen findet man auch fast weiße Kalksandbänder, die durch aufsteigendes kalkhaltiges Grundwasser entstanden, den "Alm" - abgeleitet vom lateinischen "albus", zu deutsch weiß.
In einer etwa 100 Hektar großen und bis zu drei Meter hohen Erhebung, die im Norden am Zillerhof beginnt und sich im Süden bis zum Großen Böhmerweiher erstreckt, tritt dieser besonders stark am Sandberg auf. Der Alm war bis zum Anfang des letzten Jahrhunderts sehr beliebt, wurde zum Scheuern von Böden und Tischen, aber auch als Düngekalk verwendet. Auf diesem Alm war durch Trockenfallen eine für die Umgebung einzigartige Flora entstanden.
Heute ist das Gebiet größtenteils bebaut, die Flora aber kann noch auf einem Grundstück im Gewerbegebiet, gepflegt von der Bayerischen botanischen Gesellschaft, bewundert werden. Bloids Arbeit gibt es im Heimatmuseum, in der Kreuzapotheke und in den beiden Schreibwarengeschäften in der Kirchen- und der Bahnhofstraße zu kaufen.
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