Großeinsatz mit kleinen Zwischenfällen

Großeinsatz mit kleinen Zwischenfällen

124.05.09|München|2 KommentareFacebook
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München - Demos und Fußballfans haben die Polizei am Samstag in Atem gehalten. Größere Zwischenfälle gab es nicht. Ein Zug von 150 Rechtsextremisten verursachte aber ein Verkehrschaos.

Nur ein einziges Mal gelang es den Gegendemonstranten, den Demonstrationszug der Neonazis zum Stehen zu bringen. Um kurz nach 15 Uhr setzten sich ein halbes Dutzend junge Linke am Sendlinger Tor auf die Straße, blockierten den Weg zum Stachus und mussten weggetragen werden. Die Rechten hingegen blockierten mit ihrem Aufmarsch die Innenstadt.

Mit 1400 Beamten war die Polizei am Samstag im Einsatz. Sie sorgten für Sicherheit rund um das Fußballspiel in der Allianz Arena und verhinderten ein Aufeinandertreffen von Neonazis und Gegendemonstranten in der Innenstadt. Zahlreiche Straßen und Trambahngleise entlang der Demonstrationsstrecke wurden dafür mit Absperrgittern blockiert. Schon ab 13.30 Uhr konnte der 58er Bus die Haltestellen rund um den Goetheplatz, wo sich die Rechten versammelt hatten, nicht mehr anfahren und musste bis etwa 15 Uhr umgeleitet werden. Als die Neonazis eine Kundgebung vor dem Justizpalast am Stachus abhielten, ging bei der Tram fast nichts mehr. Von 14.40 bis 16.15 Uhr mussten die Züge der Linien 16, 17, 18, 19, 20 und 27 entweder früher wenden oder umgeleitet werden. Zwischen Hauptbahnhof und Stachus war kein Durchkommen. Als sich die rechte Demonstration zwischen 17.15 und 18 Uhr am Bahnhof auflöste, konnte auch der 100er Bus nicht planmäßig fahren.

Vom Verkehrschaos abgesehen hatte die Polizei während der Demonstration relativ wenig zu tun. Zu größeren Zwischenfällen kam es nicht. Die Polizei nahm sechs Rechtsextremisten fest, weil sie Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen getragen hatten. Zudem wurden 16 der bis zu 450 Gegendemonstranten festgenommen, die sich entlang der Strecke versammelt hatten. Sie hatten meist gegen das Versammlungsrecht verstoßen. Verletzt wurde niemand.

Auch rund um das entscheidende Bundesligaspiel zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart kam es nur zu kleineren Zwischenfällen. Acht Fans wurden vorübergehend festgenommen. Zwei Bayern-Anhänger hatten am Goetheplatz versucht, Stuttgart-Fans ihre Fahnen zu rauben, bei zwei weiteren Fans hatte man Waffen gefunden.

Schon vor dem Spiel waren einige Bayern-Anhänger auf gegnerische Fans im Augustiner Biergarten an der Arnulfstraße los gegangen. Verletzt wurde niemand, die Angreifer konnten flüchten. Nach dem Spiel sprach die Polizei am Bahnhof 60 Platzverweise gegen Bayern-Fans aus, die versuchten, sich einer Gruppe Stuttgarter zu nähern.

(pv)

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