Journal soll eingestampft werden
514.11.08|MiesbachFacebook
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Bad Wiessee - Der neue Wiesseer Bürgermeister Peter Höß fordert einen strengen Sparkurs. Dem soll jetzt auch das Journal "Bad Wiessee aktuell" zum Opfer fallen.
Bad Wiessee glänzt bislang als einzige der Tegernseer-Tal-Gemeinden mit einem eigenen Journal in DIN A 4-Format. Jetzt will Bürgermeister Höß das teure Heft durch einen herkömmlichen Gemeindeboten ersetzen. Dass er dies im Alleingang beschlossen hat, sorgte in der Sitzung des Gemeinderats für Kritik. Die CSU-Gemeinderäte Hartwig Bayerschmidt und Kurt Sareiter forderten einen Gemeinderats-Beschluss zu dieser Sache. Ob es dazu noch kommt, blieb bei der Sitzung unklar.
Höß jedenfalls verteidigte die Maßnahme vehement. 32 000 Euro seien im aktuellen Haushalt für das gemeindeeigene Heft reserviert - für den Geschmack des Rathaus-Chefs viel zu viel. Die Nachbar-Gemeinden würden für ihre Gemeindeboten gerade einmal 5000 Euro jährlich berappen. Um sich die hohen Ausgaben zu sparen, soll Höß zufolge die Redaktion künftig im Rathaus angesiedelt sein. Bisher hat die freie Journalistin und CSU-Gemeinderätin Ingrid Versen das Journal in Eigenregie gestaltet.
Der Informations-Gehalt in dem neuen Heft werde mindestens genauso gut sein wie in der Vergangenheit, betonte Höß und forderte: "Wir müssen an allen Ecken sparen." Der Bürgermeister verwies dabei zum wiederholten Mal auf die rückläufigen Spielbank-Einnahmen. Bis Ende September, so Höß, werde der Kurort im Vergleich zum Vorjahr Mindereinnahmen von 800 000 Euro zu verkraften haben. (gab)
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