Karlsfelder Verein ACLI blickt auf eine bewegte Geschichte zurück

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005.06.09|DachauFacebook
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Karlsfeld - Der Karlsfelder Verein ACLI hat sein 45-jähriges Bestehen mit einem großen Fest im Pfarrheim St. Josef gefeiert.

Lebensfroh, munter und bunt: So feierte ACLI Karlsfeld seinen Geburtstag. foto: hab

Lebensfroh, munter und bunt: So feierte ACLI Karlsfeld seinen Geburtstag. foto: hab

Den zahlreichen Gästen des deutsch-italienischen Vereins wurden mediterrane Spezialitäten serviert. Höhepunkt des Abends bildete das sizilianische Musiktheater Cavalleria Rusticana, das von der Folklore-Gruppe des ACLI-Vereins Kaufbeuren dargeboten wurde – deutsche Erklärungen inbegriffen.

„Auch nach 45 Jahren glauben wir, dass es immer noch Aufgabe des ACLI-Vereins ist, die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu fördern, sei es durch den Aufruf zur Wahl, sei es durch das Einbeziehen der Italiener in das Gemeindeleben und auch in das Leben der Pfarrei“, so Mauro Sansone.

Am 19. März 1964 ist ACLI Karlsfeld mit dem Namen „Papst Johannes XXIII.“ aus der Taufe gehoben worden. Die Zahl der italienischen MAN-Arbeiter lag um die tausend, die Familien wurden immer mehr. Kindergartenplätze waren schwer zu bekommen, die Schulen konnten den Einwanderungsstrom nicht auffangen, die Wohnungssuche war ein unmögliches Vorhaben. Der Verein hat damals alle Hebel in Bewegung gesetzt, um dem entgegenzukommen: von der Beschaffung von Aufenthaltsgenehmigungen zur Beantragung von Kindergeld, von der Schaffung von Kulturangeboten bis zur Freizeitgestaltung.

„Unser Ziel ist es, dass unser tägliches Leben Ausdruck einer verantwortungsvollen und echten Bürgerschaft ist. 45 Jahre voller Analysen im Hinblick auf ein Leben in Emigration sind ein geschichtliches Gut mit unschätzbarem Wert, aus dem der Verein heute noch schöpfen kann, um weiterhin in Karlsfeld ein wichtiger Anlaufpunkt zu bleiben“, betonte Mauro Sansone. (ek)

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