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- VON URSULA FRÖHLICH Steingaden - "Es ist keiner gefeit, es kann jedem passieren", verdeutlicht Michael Robert Schlittenbauer über die Gefahren, in eine Sekte zu geraten. Wie steht es um die neuesten Umtriebe von Sekten im Oberland? Darüber informierte der Sektenspezialist aus Kaufbeuren auf Einladung der Jungen Union im Gasthof Graf in Steingaden. Auf der Tagesordnung des ehrenamtlichen Sektengegners aus Leidenschaft standen Informationen zum Pferdeschamanen Karl Ferdinand Hempfling, der Wankmiller-Gruppe aus Füssen, sowie den Marienkindern.<BR>
<P>Schlittenbauer selbst ist durch einen Freund zum aktiven Kämpfer gegen Sekten geworden. Diesem hatte er beim Ausstieg von den Zeugen Jehovas geholfen, bevor er Selbstmord beging. Aus eigenen Geldmitteln und ehrenamtlich widmet er sich der Betreuung von Sektenopfern, wie zum Beispiel aktuell einigen Bauern, die zum Opfer des so genannten Pferdeschamanen aus der Schöffau wurden.<P>Der Straßenmusiker, Zauberkünstler und selbst ernannte Pferdeflüsterer habe die Leute mit seinen Vorträgen zur alternativen Erziehung von Pferden beeindruckt, schildert Schlittenbauer die Vorgehensweise. "Man ist ja gegen Gewalt heute", so Schlittenbauer. Dies sei aber nur der erste Schritt des Pferdeschamanen Karl Ferdinand Hempfling gewesen, um an die Höfe und das Geld von Landwirten zu kommen.<P>Prominente Opfer <P>Prominentestes Opfer sei ein Kreisvorsitzender der ÖDP, der sich als rechte Hand des Schamanen etabliert habe - ..... Die Gründung der Akedah- Holding und der Plan vom Akedah-Dorf, einer Art Lebensgemeinschaft für die Anhänger diente anschließend zur Verbreitung der Ideologien des Sektenführers, und zum Zugriff auf das Vermögen seiner Gefolgsleute. Inzwischen sei der Pferdeschamane aber enttarnt und in die Niederlande abgetaucht.<P>Von Wolfgang Wankmillers Stamm von Likatien aus Füssen wusste Schlittenbauer zu vermelden, dass die Glaubensgemeinschaft seit einem kritischen Fernsehbeitrag keine Ladengeschäfte mehr in Füssen betreibt. Vielmehr habe der Wankmiller-Clan seine Aktivitäten aufs Internet verlegt und wickle Geschäfte nur noch darüber ab. Die bisher veranstalteten Esoterik-Tage der Sekte wurden umfirmiert in Vital-Tage und würden weiterhin stattfinden.<P>Erkenntnisse <P>Seine Erkenntnisse untermauerte Schlittenbauer mit Fernsehbeiträgen. "Die Leute werden in den Wahnsinn getrieben, verlieren ihre sozialen Kontakte zu Familien und Freunden und ihre Beschäftigung." Beim Ausstieg stünden sie praktisch vor dem Nichts, seien stark Selbstmordgefährdet und landeten nicht selten in der Psychiatrie, so Schlittenbauer. Betroffenen Familien riet er, das Gespräch zu suchen, Ruhe zu bewahren und ein Vertrauensverhältnis zu dem Sektenopfer aufzubauen. Eine große Hilfe für Aussteiger sei es, zu signalisieren: "Unsere Tür steht dir offen!"<P><P>
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