- Designerinnen fertigen Taschen aus altem Segeltuch
VON KATHARINA KRAUS Utting - Ihren Traum der Selbstständigkeit haben sich die beiden Münchnerinnen Lena Ohlen und Dorothea Kormann verwirklicht - mit Segeltüchern der Segelschule Marx in Utting. Aus den gebrauchten Segeln entwerfen die Produktdesignerinnen originelle Taschen.
Gemeinsam sind Lena Ohlen (28) und Dorothea Kormann (30) beim Segeln gewesen. "Da erlebt man schon einiges", erzählt Kormann. Festgeschrieben würden die Erlebnisse in den Segeltüchern der jeweiligen Boote. "Es ist schwer zu verstehen, dass die Segel einfach weggeschmissen werden", meint die Produktdesignerin. Bald war die Idee geboren, aus den alten Stoffen Einkaufstaschen zu nähen. Im Mai dieses Jahres gründeten sie ihr kleines Unternehmen "Immai", seither sind sie damit beschäftigt die "maibags" an den Mann und die Frau, zu bringen. Lediglich ein "Lieferant" der alten Segeltücher habe den beiden Unternehmerinnen noch gefehlt. "Wir haben dann einfach einige Segelschulen angerufen", berichtet Kormann. Die Verantwortlichen der Segelschule Marx in Utting seien von Anfang an "super nett" gewesen und "haben uns ganz arg geholfen".
Ein Segel hält
fünf bis sechs Jahre
"Wir würden die gebrauchten Segel wegschmeißen oder als Flicken für andere Segel verwenden", erzählt Hannelore Marx von der Segelschule. Etwa fünf bis sechs Jahre trotzt ein Segel Wind und Wetter, bis es für den Segelbetrieb nicht mehr tauglich ist. "Es kommt natürlich auch darauf an, wie die Leute mit dem Material umgehen", spricht Hannelore Marx aus Erfahrung. Aber mit gebrauchten Segeln könne trotzdem noch so viel gemacht werden. "Wir haben zum Beispiel ein Sonnensegel als Schattenspender vor dem Haus", erzählt sie. Über weitere Segelschulen, die ihre gebrauchten Segel nicht wegschmeißen wollen, freuen sich die beiden Damen sehr. "Wir sind immer auf der Suche nach weiteren Segel-Resten", sagt Kormann.
Dadurch, dass jedes Segel seine eigene Geschichte hat, ist auch jede Tasche von Anfang an ein Unikat. "Die Kundinnen können außerdem Wünsche äußern, wie ihre Tasche zusammengestellt werden soll", erklärt Kormann. Obwohl Lena Ohlen und Dorothea Kormann noch nicht lange Unternehmerinnen sind, haben sie schon jetzt viel Arbeit.
Segeltuchtaschen gibt
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