München - Es liegt etwas in der Luft, seit zum Jahresbeginn das Rauchverbot in Kraft getreten ist. Etwas, das bisher im blauen Dunst unterging: Schweiß und Bierdunst.

Es mutet fast ein wenig wie ein Rollentausch an: Früher haben in den Diskotheken die Nichtraucher die Nase gerümpft, wenn der Qualm am Tisch und über der Tanzfläche allzu dicht wurde. Jetzt sieht man immer wieder die Raucher prüfend - und durchaus nicht immer zufrieden schnuppern. Es liegt etwas in der Luft, seit zum Jahresbeginn das Rauchverbot in Kraft getreten ist. Etwas, das bisher im blauen Dunst unterging. Statt Raucher-Mief dringen Schweiß und Bierdunst in die Nase. Und mancher bemerkt plötzlich, dass er seinen Tischnachbarn nicht riechen kann. Die Clubs haben ein Problem. An die Gerüche, die das Rauchverbot freisetzt, hat vorher niemand gedacht.
Vor Münchens Tanztempeln ist die Stimmung blendend. Mit sogenannten "Raucher-Lounges" (gemütliche Ecken mit Heizstrahler und Aschenbecher) locken die Betreiber Tabak liebende Nachtschwärmer an. Auf dieses aus der Not geborene Areal konzentrieren sich nun die Partymacher. Ihr Motto: Sind die Raucher glücklich, ist die Party gut.
Auch die Münchner High- Society vom "P1" findet eine Raucherecke vor - mit dem kleinen Unterschied, dass eine gut bestückte Bar das Raucher-Exil besonders anziehend macht.
Fazit: Münchens Partygänger sind zufrieden. Das Rauchverbot wird sowohl von Betreibern als auch von Tanzjüngern ohne Murren angenommen. Der prognostizierte Unmut blieb in der Szene bisher aus.
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