108.02.10|München|1 KommentarFacebook
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München - In der Diskussion um den Viktualienmarkt meldet sich nun die Chefin zu Wort. Kommunalreferentin Gabriele Friderich bestätigt, dass im Zuge der Renovierung die Standl-

Die Pressesprecher im Kommunalreferat witzeln bereits: Es sei ein Wunder, dass es noch keinen „Tatort“ gibt mit einem Toten am Viktualienmarkt. Mordgelüste wie im TV-
Um wie viel, will sie nicht schätzen, denn auch die Kosten stehen noch nicht fest. Ende Februar verlässt die offizielle Ausschreibung das Referat, und Friderich erhofft sich „viel Phantasie“ von den Architekten. „Wir werden nicht vor Ende des Jahres handfeste Aussagen haben.“
Bislang verdient die Stadt im Jahr knapp 2,7 Millionen Euro an Mieten und Pachten, während die Händler etwa 37 Millionen Euro umsetzen. „Bisher lagen unsere Ausgaben immer unter den Einnahmen“, sagt Friderich. Das werde sich freilich mit der Renovierung ändern. Die letzte Erhöhung gab es im Jahr 2003. „Sie war sehr moderat“, betont sie. Ein Gemüsehändler zahlt für ein gutes Standl im Monat etwa 600 Euro Gebühr, wer noch einen alten Mietvertrag hat, bedeutend weniger (wir berichteten). Die teuerste Mindestmiete muss wegen seiner Top-
Freilich sind die Gebühren Sache des Stadtrats. „Die Diskussion im Jahr 2003 war sehr intensiv“, erinnert sich Friderich. „Ich war froh, dass wir die Erhöhung überhaupt durchgebracht haben.“ Und sie betont: „Wir renovieren nicht aus einer Laune heraus.“ Hygiene, Brandschutz: Es habe seitens der EU ein „heftiges Anziehen der Vorschriften“ gegeben. Und die Einhausungen, die die Händler zum Frostschutz unter Duldung der Stadt an ihren Standln anbringen, ließen OB Christian Ude (SPD) kürzlich laut an ein „Zeltlager am Hindukusch“ denken.
So werden wohl etliche Standl weichen müssen. Friderich gibt zu: „Es kann sein, dass hier eine Neukonzeption durchgeführt werden muss.“ Die heutige Abstandsflächen-
Auch die anderen städtischen Märkte – der am Elisabeth-
Freilich eine geringe: Auf dem Viktualienmarkt gab es seit 2006 nur etwa 10 Vergaben. Denn viele der alten Verträge laufen auf Lebenszeit. „Da muss einer schon goldene Löffel klauen, um gekündigt zu werden“, sagt Monika Ackermann vom Kommunalreferat. Deshalb werde man das System nach der Renovierung höchstwahrscheinlich auf zeitlich befristete Verträge umstellen. Ein Mordmotiv mehr . . .
Johannes Löhr
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08.02.10 meint BauHaus (anonym)
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