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- Erding (sus) - Verliebt, verlobt, verheiratet - und geschieden. So erging es im vergangenen Jahr 257 Ehepaaren im Landkreis. Sie zogen den Schlussstrich unter ihre Ehe. Das war ein Paar mehr als im Vorjahr, wie aus den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervorgeht.<BR>
<P>Mit der leicht gestiegenen Scheidungszahl unterstützte der Landkreis Erding allerdings nicht den landesweiten Trend. Denn in Bayern sank 2004 erstmals seit fünf Jahren wieder die Scheidungsrate. Rund 29 700 Paare hatten bayernweit die Nase voll vom Eheleben. Das waren 0,8 Prozent weniger als im Jahr 2003. Für Bayerns Familienministerin Christa Stewens sind die rückläufigen Scheidungszahlen ein Indiz dafür, "dass man in schwierigen Zeiten die stabilisierenden Werte von Ehe und Familie wieder höher schätzt". <P>Im Landkreis war 2002 das schlechteste Jahr für Beziehungen: 284 Paare trennten sich. 1994 waren nur 164 Ehen geschieden worden. Dabei beobachten die Statistiker, dass sich immer mehr Ehepaare mit zwei oder mehr minderjährigen Kindern scheiden lassen. <P>Um die einzelnen Städte und Landkreise besser vergleichen zu können, haben die Statistiker errechnet, wie viele Scheidungen auf jeweils 1000 Einwohner kommen. Im bayerischen Durchschnitt endeten vergangenes Jahr 2,4 Ehen je 1000 Einwohner vor dem Richter, haben die Statistiker herausgefunden. Im Landkreis Erding waren es nur 2,1 Ehen. Die meisten Trennungen gab`s im Jahr 2004 in der Stadt Schwabach. Hier trennten sich 3,4 Paare je 1000 Einwohner. Die wenigsten Ehen gingen im Kreis Dingolfing-Landau in die Brüche (1,4 Scheidungen je 1000 Einwohner). Am kritischsten sind im Freistaat nach wie vor die Ehejahre Nummer vier, fünf und sechs, also nicht das berühmte verflixte siebente.<P>
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