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- VON CHRISTIAN HEINRICH Starnberg - Sport hält gesund und stählt Körper und Seele. Heinrich Frey hat diese Vorzüge zu schätzen gelernt, wenn er als "Breitensportler eine Stunde durch den Wald rennt, um dann ein Weißbier zu genießen". Bei der Sportlerehrung des Landkreises Starnberg am Donnerstagabend ging es weniger darum, den Duathlon des Landrats zu würdigen, sondern viel mehr die hervorragenden Leistungen einer großen Schar ernsthafter Athleten.<BR>
<P>Die Sportler, die "große Strapazen auf sich nehmen", besitzen für Frey durchaus "Vorbildfunktion". Wobei er keinen Unterschied zwischen Leistungs- und Breiten- beziehungsweise Behindertensport machte. Das spiegelte sich auch in der Auswahl der Aktiven wieder. Heinrich Henschel, Alfons Köbele und Alois Schmid, die zum 25. Mal das Bayerische Sportleistungsabzeichen in Gold abgelegt hatten, wurden genauso geehrt wie Mathias Pieroth, der bei der Behinderten-Europameisterschaft der Hand-Biker den sechsten Platz belegte. Nicht vergessen wurde auch Frank Kleber. Der Vize-Europameister im Skeleton konnte bei der Hommage - wie manch anderer Athlet - nicht persönlich anwesend sein, da er in St. Moritz seine letzte Chance wahrnahm, sich noch für die Olympischen Spiele in Turin zu qualifizieren. Was ihm aber leider nicht gelang (wir berichteten).<P>Erweitert wurde die Palette durch die beiden Extremsportler Hans-Michael Krepold und Klaus Weber, die sich beim Inferno-Rennen im schweizerischen Mürren den ultimativen Skikick geben.<P>Bernhard Frühauf rückte ihre Leistungen gar ins Gigantische und bescheinigte ihnen eine Zeit von "13 Stunden" für die 16 Kilometer lange Strecke. Worin Krepold den Leiter des Referats Sport im Landratsamt Starnberg jedoch flugs korrigierte: "Es sind 13 Minuten."<P>Aber egal, welche Zeiten und Weiten die Aktiven auch erreicht haben, Frey fühlte sich im Kreise der Athleten recht wohl, obwohl er sein Programm etwas lieblos herunterhechelte. "Es ist für den Landkreis eine Ehre, wenn er so berühmte Sportler in seiner Heimat weiß", freute er sich. Nur drängte sich die Frage auf, was sein Amt tatsächlich alles über die so berühmten Athleten weiß. Jakob Bernhart wurde für seine Deutsche Meisterschaft im BMX geehrt. Gänzlich unerwähnt blieb die Tatsache, dass der junge Andechser auch bei den Europa- und Weltmeisterschaften an den Start ging.<P>Bernhart stand wenigstens auf der Liste, auf der unter anderem die Namen der aufstrebenden Jungsegler des Bayerischen Yacht-Clubs (BYC) wie Jenna Wolf, Philipp und Julian Autenrieth sowie Fabian Kaske völlig fehlten. Die waren schließlich bei Europa- und Weltmeisterschaften herumgeschippert. Allerdings hatte der BYC seine Segler auch nicht gemeldet. Das Landratsamt, das zuvor in der Presse die Vereine aufgerufen hatte, ihre Top-Leute zu nennen, ist schließlich auf die Mithilfe der Klubs angewiesen.<P>
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