Karlsfeld: - Dachau/Karlsfeld - Bis jetzt ging es um Beleidigungen und vor allem um Lebertran, der Schülern einer siebten Klasse der Hauptschule Karlsfeld zwangsweise verabreicht worden sein soll. Doch nun werden weitere Vorwürfe laut: In dem Brief, den Schülersprecher im Mai an Kultusminister Siegfried Schneider schickten und der den Dachauer Nachrichten vorliegt, wird die Lehrerin beschuldigt, ihre Schüler auch auf andere Art und Weise tyrannisiert zu haben.
Da ist die Rede von einer Ohrfeige, die sie einem Schüler in einem "Erziehungscamp" gegeben haben soll. In einem anderen Fall habe ein Schüler mit einem Faden gespielt, woraufhin die Lehrerin gesagt haben soll: "Das Beste ist, du hängst dich gleich damit auf." Zudem wird eine Situation geschildert, in der die Lehrerin im Klassenzimmer in einen Kaugummi getreten sei. Sie habe daraufhin ihre Schuhe ausgezogen, sie zu den Schülern geworfen und "gesagt, dass sie die Schuhe sauber machen sollen".
Nach Angaben der Schülersprecher habe das gesamte Kollegium der Schule von den Vorfällen gewusst, es sei aber nichts unternommen worden. Deswegen der Brief, nachdem sich eine Schülerin direkt an sie gewandt hatte.
Nachdem die Schülersprecher dann mit der Klasse Kontakt aufgenommen hatten und alle die Vorwürfe bestätigten, hätten sie die Initiative ergriffen -um die Betroffenen sowie nachfolgende Schüler zu schützen. "Es ist unsere Pflicht, das zu tun", sagen die Schülersprecher. Die Schüler hätten regelrecht Angst vor der Lehrerin gehabt. "Einer ist deswegen nach den Pfingstferien nicht in die Schule gekommen und hat sich krank gemeldet."
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