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Weitere massive Vorwürfe gegen Lehrerin

Weitere massive Vorwürfe gegen Lehrerin

Karlsfeld: - Dachau/Karlsfeld - Bis jetzt ging es um Beleidigungen und vor allem um Lebertran, der Schülern einer siebten Klasse der Hauptschule Karlsfeld zwangsweise verabreicht worden sein soll. Doch nun werden weitere Vorwürfe laut: In dem Brief, den Schülersprecher im Mai an Kultusminister Siegfried Schneider schickten und der den Dachauer Nachrichten vorliegt, wird die Lehrerin beschuldigt, ihre Schüler auch auf andere Art und Weise tyrannisiert zu haben.

Da ist die Rede von einer Ohrfeige, die sie einem Schüler in einem "Erziehungscamp" gegeben haben soll. In einem anderen Fall habe ein Schüler mit einem Faden gespielt, woraufhin die Lehrerin gesagt haben soll: "Das Beste ist, du hängst dich gleich damit auf." Zudem wird eine Situation geschildert, in der die Lehrerin im Klassenzimmer in einen Kaugummi getreten sei. Sie habe daraufhin ihre Schuhe ausgezogen, sie zu den Schülern geworfen und "gesagt, dass sie die Schuhe sauber machen sollen".

Nach Angaben der Schülersprecher habe das gesamte Kollegium der Schule von den Vorfällen gewusst, es sei aber nichts unternommen worden. Deswegen der Brief, nachdem sich eine Schülerin direkt an sie gewandt hatte.

Nachdem die Schülersprecher dann mit der Klasse Kontakt aufgenommen hatten und alle die Vorwürfe bestätigten, hätten sie die Initiative ergriffen -um die Betroffenen sowie nachfolgende Schüler zu schützen. "Es ist unsere Pflicht, das zu tun", sagen die Schülersprecher. Die Schüler hätten regelrecht Angst vor der Lehrerin gehabt. "Einer ist deswegen nach den Pfingstferien nicht in die Schule gekommen und hat sich krank gemeldet."

Nach Angaben von Schulamtsleiter Herbert Schuierer bestreitet die Lehrerin die meisten Vorwürfe. Lediglich die Sache mit dem Lebertran, den die Schüler aber freiwillig eingenommen hätten, sowie die Ohrfeige habe sie eingeräumt. "Das war auf den Besinnungstagen. Da hat die Lehrerin einen Schüler um drei Uhr nachts mit einem Mädchen auf der Toilette erwischt", so Schuierer. Der Schulamtsleiter weist außerdem zurück, dass die Lehrer von den Vorgängen gewusst hätten. Es stehe Aussage gegen Aussage. "Für mich ist hier einiges noch nicht geklärt." Er stelle sich die Frage, warum "kein Betroffener das je publik gemacht habe, warum kein Lehrer, warum kommen die Vorwürfe erst jetzt, wenn es sie bereits seit Mai 2006 gibt?" Da werde sich noch das ein oder andere ergeben. Schuierer: "Die Schuldfrage ist noch lange nicht geklärt."

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