- Jugendliche planen Gründung einer "Jungen Union Taufkirchen"
VON BIRGIT LANG Taufkirchen - Ein Partybus, mehr Veranstaltungen im Waldbad, mehr Miotsprachemöglichkeiten für die Jugend - Eine Menge Verbesserungsvorschläge hat eine Gruppe engagierter Jugendlicher aus der Vilsgemeinde und dem Holzland zusammengetragen. Sie wollen ihre Interessen auch kommunalpolitisch vertreten. Darum planen sie mit Hilfe des JU-Kreisverbandes eine "Junge Union Taufkirchen-Holzland" zu gründen.
Zu einer Infoveranstaltung dazu waren auch Barbara Lanzinger, Mitglied des JU-Kreisverbandes, und CSU-Ortsvorsitzende Birgit Becker ins Filou gekommen. Dabei verdeutlichten die zehn Jugendlichen ihre Ziele und Vorschläge. "In Taufkirchen wird viel zu wenig an die Jugend gedacht. Gut, Christoph Puschmann sitzt im Gemeinderat, aber der ist auch schon Mitte 20", kritisierte Peter Kapustin jun. Ihm sei wichtig, dass der JU-Ortsverein nicht nur "schwarz gesinnte" Jugendliche anspreche, sondern alle aufgeschlosssenen Gleichaltrigen.
Ein weiteres Anliegen seien Feste, die gut angenommen werden, und ein Partybus. Wenn die Disco "Crazy Town" in Taufkirchen eröffnet, könnte die CSU diese Beförderungsmöglichkeit organisieren. Viele Eltern hätten keine Lust ihren Nachwuchs spät abends von der Disco abzuholen. "Jeder schimpft, aber keiner engagiert sich. Wir wollen keine Kindergarten-Partei machen, sondern gute Vorschläge bringen", so Kapustin.
Roman Petry fände mehr Veranstaltungen im Taufkirchener Freibad interessant wie etwa Beachvolleyball-Turniere. Er versteht sich und seine künftigen Parteikollegen als Sprachrohr für die Jugendlichen. "Wir bekommen viel mit und kennen die Leute und ihre Probleme." Die Idee, eine JU in Taufkirchen zu gründen, sei ihm und seinem Spezi Manuel Schefthaler im Weinzelt gekommen, als sie dort mit Landrat Martin Bayerstorfer und Bürgermeister Franz Hofstetter feierten.
Sich im bestehenden Jugendforum einzubringen, scheint den Jugendlichen nicht der richtige Weg zu sein, um sich kommunalpolitisch einzubringen. Jetzt wollen sie noch viele Gleichgesinnte finden. Das Startkapital von 50 Euro für die Gründung haben sie bereits von Ehrenbürger Carl Hierl geschenkt bekommen.
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