116.06.09|München|42 Kommentare
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München - Münchner Stadträte fordern ein Verbot von Wildtieren im Stadtgebiet. Doch andere Städte scheinen bereits einen Schritt weiter zu sein. Kassel zum Beispiel.

© bod
„Unnötige Belustigung“: Münchner Stadträte fordern das Verbot von Wildtieren im Zirkus.
Wie berichtet hat Kreisverwaltungsreferent Wilfried Blume-
Kassel zeigt nun, wie’s gehen kann. Dort stellt die Stadt Bedingungen an Zirkusse, die auf ihren Flächen gastieren wollen – und zwar in ihrer Eigenschaft als Vermieter: „Unsere Experten haben untersucht, welche Tiere sich ihrem natürlichen Verhalten nach nicht in einem Zirkus halten lassen“, sagt Bürgermeister Thomas-
Menges und Vogel wollen dem nacheifern. In der Sitzung des Kreisverwaltungsausschusses am 23. Juni werden sie den von Blume-
Der Circus Krone wäre davon kaum betroffen – er tritt in München meist auf Privatgrund auf. Dennoch reagiert Chefin Christel Sembach-
Menges beschwichtigt: Krone sei ein „wundervoller Zirkus“. Aber: „Die Zeiten sind vorbei, wo wir Menschen zur Belustigung Elefanten im Kopfstand benötigt haben.“ Krone solle sich an Konzepten wie dem Cirque de Soleil oder „Roncalli“ orientieren, die ohne Wildtiere auskämen.
Im Kreisverwaltungsreferat will man vor der Ausschusssitzung nichts zum Thema sagen. Nur so viel: „Wir kennen das Kasseler Modell.“ Stadtrat Josef Assal von der SPD betont, das Traditionsunternehmen Krone solle nicht angetastet werden. So lange es in dem Antrag aber um städtischen Grund und somit um Wanderzirkusse gehe – „dafür wären wir zu haben“.
von Johannes Löhr

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