Fahrenzhausen - Auch die Gemeinde Fahrenzhausen wird gegen den Planfeststellungsbeschluss zum Bau einer dritten Startbahn am Flughafen München klagen.
Jetzt sucht man einen erfahrenen Anwalt, „der in der Materie drinstecken“ müsse, so Bürgermeister Rudi Jengkofer, da eine Klage sonst „keinen Sinn“ habe. Bis zum 4. November hat man Zeit, Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einzureichen. Das Votum fiel am Montag im Gemeinderat einstimmig.
Wie Verwaltungsstellenleiterin Monika Steurer betont hatte, seien die Einwände der Gemeinde von der Planfeststellungsbehörde, also der Regierung von Oberbayern, „im Grunde genommen nicht berücksichtigt“ worden. Heinrich Stadlbauer (FBL) machte sich für eine Klage stark, weil man genügend gemeindliche Einrichtungen habe, die schon jetzt von 350 Überflügen pro Tag belastet seien. Und mit einer dritten Startbahn werde das noch schlimmer, geradezu „ekelhaft“. Wenn man also eine Chance sehe, die Runway zu verhindern, „dann sind wir es unseren 4500 Bürgern schuldig“, so Stadlbauer.
Außerdem will man mit den Lärmmessungen der örtlichen BI argumentieren, die eine stärkere Lärmbelastung ergeben hatten als die von der Flughafengesellschaft veröffentlichten Zahlen.
Jengkofer wies die Gemeinderäte auch auf die Kosten hin: „Billig wird die Sache nicht“, und „ob es was bringt“, wisse man nicht. Stadlbauer dazu: „Wenn wir nichts tun, bringt es ganz sicher nichts.“
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