Neuried - Die Musikschule erhält 9000 Euro weniger als beantragt, der TSV Neuried 10000 Euro weniger als im Vorjahr. Die Gemeinde zeigt ihren Willen zum Sparen bei freiwilligen Leistungen.
Als Streichkonzert ohne große Dissonanzen ging die Haushaltsdebatte im Neurieder Finanzausschuss über die Bühne. Fest steht, die Kommune will sparen. „Wir haben einen Fehlbetrag von insgesamt 940 000 Euro im Verwaltungshaushalt und 2,1 Millionen Euro Mehrbelastung im Vermögenshaushalt“, sagte Max Heindl. Die Finanzlage sei sehr angespannt, so der Kämmerer, der neben der Kreisumlage unter anderem die angestiegenen Personalkosten erwähnte.
Um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, wird diesmal an eine Zuführung vom Vermögens- in den Verwaltungshaushalt gedacht. Und das, obwohl man sich über eine Umsatzsteuerrückvergütung von 1,4 Millionen Euro freut. Damit geht der Geldfluss jetzt den umgekehrten Weg, die langjährige Praxis der Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt kippt; noch 2011 hatte Neuried mehr als das Dreifache der vorgeschriebenen Mindestsumme von 62 755 Euro in den Vermögensetat überführt.
Keine Diskussion gab es im Hinblick auf die vom Verein Kunst & Kultur erbetenen 3500 Euro. „Was dieser Verein in unserer Gemeinde leistet, ist nicht selbstverständlich“, sprach Bürgermeisterin Ilse Weiß den Initiatoren ihre Anerkennung aus.
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