Unterschleißheim - Die evangelische Genezareth-Kirche in Unterschleißheim feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Ein vielseitiges Programm wird das Festjahr begleiten. Ein erster Auftakt war das Konzert des Münchner Musikers Charles Muchingile.

Am Anfang die Grundsteinlegung: Ein Foto aus dem Jahr 1961 hält den Moment der Grundsteinlegung fest. Es zeigt (v.l.): Vertreter der Baufirma Krimmer aus Eching, Oberbaurat Becker, damals Architekt und Leiter des Kirchenbauamtes im Dekanatsbezirk München; Dekan Theodor Heckel aus München; Ursula Wachholz, die das Kissen mit dem Hammer trägt; Dieter Bezzel, Senior des Pfarrkapitels, Erlöserkirche München; PFarrer Hans Penßel, Kirchengemeinde Schleißheim, und der Kirchenvorsteher Kurt Wachholz vom Kirchenvorstand der Kirchengemeinde Schleißheim. Foto: Kittlaus
Charles Muchingile stellte die Instrumente der Kirche vor: Orgel, E-Piano und - als Rarität - das Cembalo. Mit anspruchsvollen und schönen Werken konnten die drei Instrumente ihre Klangvielfalt unter Beweis stellen. Ob Telemanns „Fantasie“, das „Les Barcades Misterieuses“ von Couperin, Debussys „Arabesque I“, oder der „Tanz der Zuckerfee“ von Tschaikowsky - die Zuhörer wurden bestens verwöhnt.
Wie die Instrumente ihren Weg in die evangelische Kirche fanden, ist sehr unterschiedlich. So ist die Rieger-Orgel laut Pfarrerin Karin Kittlaus fast von Anbeginn der Kirche, also etwa 50 Jahre, in dem Gotteshaus zuhause. Normalerweise wird eine Orgel speziell für eine Kirche gebaut. Von dieser Orgel aber wurden 15 Stück hergestellt. Klein und kompakt hat sie ihren Platz auf der Empore und sie wurde einst gebraucht von der Münchner Christuskirche übernommen. In den 1970er-Jahren wurde das Instrument einmal überholt; 1983 folgte eine Komplettrenovierung. Vor rund 15 Jahren wurde zusätzlich ein E-Piano angeschafft, um ein Instrument für vielerlei musikalische Zwecke zu haben. Dank moderner Technik können verschiedene Spielarten eingestellt werden, damit zum Beispiel Konzerte, Jugend-Gottesdienste oder der Konfirmandenchor begleitet werden können. Ein Erbstück ist das Cembalo: 2005 hatten es die Erben von Ilse Siebenmayer, die mehrfach als Organistin in Ober- und Unterschleißheim gespielt hatte, der Genezareth-Kirche geschenkt. Seitdem ist das Instrument immer wieder bei Konzerten zu hören.
Die Geschichte der evangelischen Gemeinde reicht aber weiter zurück als der Kirchbau und beginnt 1937 mit den ersten fünf evangelischen Schülern. 1954 waren es schon etwa 300 Protestanten, die erst in Oberschleißheim und, ab 1956, in der katholischen alten St. Ulrichs-Kirche Gottesdienste feierten. Ab 1958 fanden die Gottesdienste in der neu gebauten Volksschule an der Johann-Schmid-Straße statt.
Viel geplant
Die Kirchengemeinde hat zahlreiche Veranstaltungen geplant. Eine Faschingspredigt gehört dazu, eine Reihe mit Predigten, Gottesdienste, verschiedene Konzerte, ein Sommerfest und auch ein Kabarett.
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