Oberschleißheim - Hohe Investitionskosten, eine gekündigte Trägerschaft, ein gefährdeter Austragungsort für den Welt-Cup 2012 und eine ungewisse Zukunft machen dem Leistungszentrum für Ruderer und Kanuten zu schaffen.

Die Wettkampfanlagen sind tadellos – an der Infrastruktur mangelt es. Foto: Förtsch
„Die Wasserflächen mit den Installationen für Regatten sind top in Ordnung, aber der Tribünenbereich ist 40 Jahre alt und es müssten sieben bis acht Millionen Euro investiert werden“, sagt Bernd Schuhmacher, Verwaltungsleiter des Leistungszentrums München in Oberschleißheim. Für die Olympischen Spiele 1972 war die Ruderregattaanlage gebaut worden. Zwar seien die Sicherheitsaspekte ohne Mangel, aber mittlerweile ist das Dach erneuerungsbedürftig, zumal es durch das Glas im Dach reinregnet. Auch die Betonteile im Tribünenbereich müssten saniert, die Sitzschalen gegen neue Sitzgelegenheiten ausgetauscht werden.
Auch in den Unterkünften besteht Renovierungsbedarf. „Da regiert noch der Charme der 70er Jahre“, sagt Bernd Schuhmacher. Das heißt: Auf den Zimmer gibt es keine Duschen und Sanitäranlagen - stattdessen Gemeinschafts-Sanitärbereiche. Das entspricht laut Schuhmacher weder den heutigen Standards in Jugenherbergen, noch „bekommen Sie da eine Nationalmannschaft rein“.
Auch wenn von einer kompletten Schließung der Anlage und Personalentlassungen derzeit keine Rede sei - für Bernd Schuhmacher und seine zwölf Mitarbeiter im Leistungszentrum steht trotz gestiegenen Bedarfs im Bauunterhalt und im Verwaltungsbereich fest: „Wir kämpfen um den Erhalt der Anlage. Es soll weiter gehen.“ Im Herbst wird der Münchner Stadtrat über das Schicksal der Regatta-Anlage beraten. mf
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