Unterschleißheim - „Zeichen für die Zukunft" will Manfred Graf setzen. Und deshalb die „Menlo Towers" bauen.
Zwei Bürohäuser, 85 und 53 Meter hoch, die in Unterschleißheim für eine emotionale Diskussion sorgen - und letztlich Ursprung sind für den Bürgerentscheid am 4. März. Dass es es mit der Initiative „Stadt mit Maß“ Menschen, ja Unterschleißheimer, gibt, die sich mit seinem Projekt nicht anfreunden können, findet Graf bedauerlich. Versteht er sich doch als „Lokalpatriot“, der das Beste möchte.
Um seine Intention zu erklären, bat Graf zum Gespräch. Und hatte sich ins Casino der Firma „Baxter“ einige Unterstützung an den Tisch geholt: Bürgermeister Rolf Zeitler (CSU), Vertreter des örtlichen Gewerbeverbands und Wilfried Hauffen von „Baxter“, zuständig unter anderem für das Immobilien-Management des Unternehmens in Europa.
Zwei Interessenten habe er, sagte Graf. Sie könnten Mieter werden, wenn der Bürgerentscheid mit seiner Forderung nach einer Höhenbegrenzung für Gebäude scheitert. Bis dahin bleibt Graf nur, für sein Vorhaben zu werben. Hochhäuser stünden für einen „modernen Standort“, böten Sicherheit und könnten durchaus „schöne, ansehnliche“ Bauten sein, für die er langfristig Sorge trage: „Wir sind Investoren, die am Ort bleiben, wir wollen die Immobilie betreuen und sie nicht verkaufen.“ Sein „Edison Park“, vor 20 Jahren gebaut, sei ein gutes Beispiel. „Modern in der Architektur und zeitlos“, sei der Komplex seit Jahren gut vermietet.
Einer der Haupt-Mieter ist „Baxter“. Zuständig für Immobilien: Wilfried Hauffen. Für ihn ist klar, die Stadt braucht „kompakte, moderne Büroschachteln“. Sie muss anbieten, was gebraucht wird. Nicht, was leer steht und unattraktiv ist. Hauffen, der in Feldkirchen-Westerham wohnt, findet die Stadt als Wohnumfeld „nicht attraktiv“, glaubt aber an den Gewerbestandort. Er hat genug von der „gnadenlosen Polemik von Leuten, die keine Ahnung haben“. Davon, wie schnell internationale Firmen weg sind, wenn sie nicht finden, was sie suchen. bw
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