Unterschleißheim - Die Zeit der Heinrichs in Namibia neigt sich dem Ende zu. Am 1. März kommt das Paar zurück nach Deutschland, zurück nach Unterschleißheim, seinem Heimatort. Sechs Monate Afrika liegen dann hinter ihnen. Eine Zeit besonderer Begegnungen sowie schmerzlicher und lehrreicher Erfahrungen.
Viel hatten sich Monika und Bernd Heinrich (63 und 65 Jahre alt) vorgenommen, als sie im September 2011 aufbrachen zu ihrem Abenteuer Namibia. Das Projekt „ProNam“ ihres gleichnamigen Vereins wollten sie voranbringen. Schwarze Jugendliche dabei unterstützen, eine berufliche Perspektive zu finden. Und das wohl mag die bitterste und gleichzeitig lehrreichste Erfahrung sein am Ende dieser afrikanischen Tage: Nicht alles, wofür man selbst alles geben möchte, findet Zuspruch. Wird gerne angenommen und unterstützt. Manchmal, so wie im Falle von „ProNam“, gibt es sogar Menschen und Institutionen, die sich nehmen, was man eigentlich selbst auf den Weg bringen wollten. Und so mussten die Heinrichs letztlich auch feststellen, dass in Namibia einige Menschen gar nicht auf sie und ihre Ideen gewartet hatten.
Doch die beiden grollen nicht. Ein neues Hilfsprojekt ist in Vorbereitung. Erarbeitet gemeinsam mit Farmerfreund Rudi. Es wartet darauf, Zustimmung bei den deutschen Freunden im Verein zu finden. Und schließlich sind da die Begegnungen mit neuen Menschen. Begegnungen wie die mit „Klein-Dominique“. Die zweijährige Tochter einer afrikanischen Familie in Windhoek. Bernd Heinrich nennt sie „Ersatzenkelin“ in seiner jüngsten Post aus Namibia. Ein kleines Mädchen, das ihm ebenso ans Herz gewachsen ist wie seiner Frau. Eine Verbindung, die einer allerdings so gar nicht gefällt: der „echten“ Heinrich-Enkelin Felicia (5). Ein „Eifersuchtsdrama“ habe es geben, schreibt Heinrich, an Weihnachten, beim Besuch der beiden Söhne aus Deutschland samt ihrer Familien. Abhilfe brachte eine Tour durchs Land bei der Felicia Oma und Opa wieder ganz für sich allein hatte.
Eindrücke und Einsichten, die Bernd und Monika Heinrich in ihren Gedanken bewahren werden. Auch lange Zeit nach ihrer Landung am 1. März auf dem Münchner Flughafen. bw
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