Unterammergau - Wegen eines abgebrochenen Entlüftungsgeräts in einem Schacht war am Samstag der Ortsteil Au in Unterammergau über Stunden komplett von der Wasserversorgung abgeschnitten.
Nachdem vor eineinhalb Wochen ein Rohrbruch die Grund- und Mittelschule in Oberammergau unter Wasser gesetzt hatte und dort etwa 300 000 Liter austraten, kam es nun am Samstag im Nachbarort Unterammergau zu einem neuerlichen Zwischenfall, bei dem die Wasserversorgung im Ortsteil Au mit etwa 200 Haushalten für fünf Stunden komplett unterbrochen war.
Gegen 16 Uhr meldeten sich erste besorgte Bürger via Telefon beim gemeindlichen Wasserwart Klaus Beßenbacher, dass bei ihnen die Wasserversorgung ausgefallen sei. Sprunghaft stieg danach die Zahl der Anrufe an, in den folgenden zwei Stunden glühten die Leitungen. Eine erste Kontrolle auf dem Laptop, über den sich der aktuelle Wasserverbrauch im Dorf feststellen lässt, verhieß nichts Gutes: „Der Bedarf war zehnmal höher als normal. Da war mir schnell klar, dass dies ein größerer Schaden ist“, so Beßenbacher.
Dadurch war der Ortsteil Au von der Wasserversorgung komplett abgeschnitten. Wasserwart Beßenbacher schätzt, dass hier im Laufe von fünf Stunden rund 300 000 Liter, ebensoviel wie kürzlich in Oberammergau, ausgetreten sind. Zügig und routiniert konnten er und seine Kollegen schließlich das Leck schließen, und Schritt für Schritt wieder die Wasserversorgung für die Au herstellen. Gegen 21 Uhr war der Einsatz dann beendet, und „die Erleichterung groß“.
Man sei hier noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, so Beßenbacher: „Wenn so ein Schadensfall mitten in der Nacht passiert, wäre am nächsten Morgen das kompette Dorf ohne Wasser. Der Hochbehälter würde leerlaufen.“ In den nächsten Tagen will nun der Bauhof „an der Sache dranbleiben“ und durch Inaugenscheinnahme Knotenpunkte des gemeindlichen Wassernetzes untersuchen.
Übrigens: Als sich die Situation am Samstag normalisiert hatte und wieder wie gewohnt Wasser aus den Leitungen lief, gab es bei Beßenbacher noch - einen - Anruf: Eine Bürgerin bedankte sich ausdrücklich für die schnelle Abwicklung und Behebung des Schadens . . .
Ludwig Hutter
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