Höhenkirchen - Zur 500. Singstunde in Höhenkirchen Siegertsbrunn gab Erich Sepp mit den Takt mit mehr als einer Prise Pep vor.

Unermüdlich tourt Erich Sepp durch die Lande, um dem Liedgut zu verdienter Aufmerksamkeit zu verhelfen, im „Alten Wirt“ in Höhenkirchen hatte er ein Heimspiel. Foto: robert Brouczek
„Noten“, hat Erich Sepp denjenigen, die zum ersten Mal zu seiner Singstunde gekommen sind, zu Beginn erklärt, „Noten, gibt’s erst beim Heimgehen“. „Pfff“, macht die Frau, die vergeblich nach den Blättern gesucht hat. „Ich kann mir doch Texte so schlecht merken.“
Doch noch hat Erich Sepp das Ruder fest in der Hand, reist auch seit seiner Pensionierung durch Ober- und Unterbayern, Schwaben und die Oberpfalz, um bekannte und vor allem unbekannte Lieder unters Volk zu bringen. Für sein unermüdliches Engagement und das Jubiläum bekommt er von Vorgänger Sturm Geschenke, darunter eine gute Flasche Wein.
In 119 Orte, erzählt Sepp, sei er seit 1987 für seine Singstunde gefahren. „Von Kempten bis Regensburg, von Eichstätt bis ins Berchtesgadener Land.“ Die meisten Singabende, nämlich 32, fanden in seiner Heimatgemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn statt. Das Interesse ist regional unterschiedlich. In einem „Vorort von Minga“ habe er in den 90er Jahren gerade mal mit zwölf Leuten gesungen. Ein Negativrekord.
Lieber erinnert sich der Vollblutmusiker an den Januar 2009 in Peiting im Kreis Weilheim-Schongau. Die Veranstaltung sollte um 19.30 Uhr beginnen, um 18.45 Uhr „war der Parkplatz schon voll“. 700 Frauen und Männer waren gekommen. Auch ein Rekord. Bernadette Heimann
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