Neubiberg - Mit dem „Superorganismus Bienenstaat“ setzen sich die Schüler der Montessorischule EmiLe (Entwicklung mit individuellen Lernerfahrungen) in Neubiberg auseinander.

„Achtung - lebende Bienen“ - mit der Paketpost samt Warnhinweis kam das erste Volk an die Montessorischule. Ein Imker hatte es der Schule gespendet, nachdem er in der Schule bereits beim Wettbewerb „Bio find ich kuh(l)” vor den Schülern einen Vortrag gehalten hatte, meldet Schulleiterin Angelika Bachmann.
Kurz nach der Lieferung begann das Arbeiten der Schüler aus den vierten bis sechsten Klassen als Jungimker. Eine wesensgemäße Bienenhaltung erfordert Erfahrung, Hingabe, Aufmerksamkeit und Respekt gegenüber dem Organismus „Biene“. So muss ein guter Standort für die Bienenhäuser gewählt werden und die Bienenbeuten müssen hergestellt werden. An der Schule betreiben die Kinder unter Anleitung des projektleitenden Lehrers, Rainer Schade, Natur-Wabenbau und verwenden Trogbeuten, die aufgrund ihrer Konstruktion - ungeteilter Brutraum, keine Absperrgitter - eine wesensgemäße Bienenhaltung erlauben.
Im Herbst steht den Bienen - wie der ganzen Schulfamilie - der Umzug in die neuen Räume in Neubiberg an der Arastraße 2 bevor. Das Landschaftsschutzgebiet gleich hinter der Schule wird ihnen ein attraktiver Lebensraum sein. Das Projekt wird fortgeführt an der Schule durch Reportagen der Schüler im Rahmen der Schulzeitung, in Form von Besuchen bei anderen Imkern sowie mit unterschiedlichen Medien im Rahmen der Freiarbeit. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg der EmiLe zur Umweltschule.
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