Ottobrunn - Erlaubt die finanzielle Lage der Kommune nur die nötigsten Ausgaben oder ist im Haushalt auch Platz für das eine oder andere „Zuckerl“?
Vor diesem Hintergrund fand unter anderem der Antrag der BVO (Bürgervereinigung Ottobrunn) keine Mehrheit, eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung einer Halle für das Eisstadtion zu veranlassen. „Ich möchte gar nicht genau wissen, was wir uns nicht leisten können“, kommentierte Gemeinderat Thomas Mc Kie (FDP).
Nicht knausern wollen die Ausschussmitglieder hingegen beim Zuschuss für den Hospizkreis. Sie kamen der „persönlichen Bitte“ von Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) nach, dem Zuschussantrag über 7800 Euro stattzugeben. Außerdem empfiehlt der Ausschuss, 6000 Euro für zwei Geschwindigkeitsmessgeräte vor der Grundschule an der Lenbachallee und 5000 Euro für das Jugendzentrum Einstein in den Haushalt einzustellen. Für das Ottostraßenfest sollen 10 000 Euro eingeplant werden.
Auch im Bezug auf Sanierung der Außenanlagen der Schule II und den eventuellen Neubau von zwei Beachvolleyballplätzen im Sportpark sind noch viel Fragen offen, weshalb auch die dafür vorgesehenen Beträge von 250 000 und 75 000 Euro mit einem Sperrvermerk in die Abstimmung im Gemeinderat gehen.
Den Antrag Mc Kies, die geplante Neuverschuldung von zweieinhalb Millionen Euro auf null Euro zu senken, lehnte der Ausschuss ab. „Das heißt aber nicht, dass wir tatsächlich zweieinhalb Millionen Euro Kredit aufnehmen“, sagte Bürgermeister Loderer.
Insgesamt sieht der Ottobrunner Haushaltsentwurf, über den in der nächsten Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 29. Februar, abgestimmt wird, einen Etat von rund 35 Millionen Euro im Verwaltungs- und knapp neun Millionen Euro im Vermögenshaushalt vor. Aus den Rücklagen sollen knappe vier Millionen Euro entnommen werden. Marie-Christine Fischer
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