Peiting - „Wir wollen innehalten im Alltag und uns Zeit nehmen für unseren Glauben. Mit Gebet und reflektierenden Gesprächen in der Gruppe“, fasst Pfarrerin Brigitte Weggel das Ziel der ökumenischen Exerzitien im Alltag zusammen.

Die Leiter/Innen der Exerzitien: Religionspädagogin Monika Heerd, Diakon i.R. Erich Mühlberger, Pfarrerin Brigitte Weggel (von links), Pastoralreferent Franz Huber fehlt auf dem Bild.
Bereits seit 2006 werden die von der Erzdiözese München-Freising ausgearbeiteten ökumenischen Exerzitien im Alltag, die in diesem Jahr unter dem Motto „Das Leben ins Gebet nehmen“ stehen, in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Michael und der evangelischen Gemeinde durchgeführt. „Teilnehmen kann jeder, der sich etwa 30 Minuten am Tag Zeit für Besinnung nehmen will, um mit den gegebenen Anregungen zu üben“, so Diakon Erich Mühlberger.
Im begleitenden Skript finden sich für jeden Tag der Exerzitien Denkanstöße als Anleitung zum Üben daheim. Daneben gibt es fünf gemeinsame wöchentliche Treffen aller Teilnehmer. In der Gruppe gibt es eine Einführung in die kommende Woche, gemeinsames Beten und Üben. Dazu Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch zu Fragen, Schwierigkeiten, persönlichen Erfahrungen und Entdeckungen auf dem Übungsweg. Auf Wunsch können auch Einzelgespräche mit den Leiterinnen und Leitern der Exerzitien vereinbart werden.
Die ökumenischen Exerzitien sollen aber auch neue Impulse zum persönlichen Gebet geben. „Wir wollen auf verschiedenen Arten und mit dem ganzen Körper beten. Stille halten, Ohr werden, tanzen“, erläutert Religionspädagogin Monika Heerd.
Für Brigitte Weggel sind die Exerzitien eine willkommene „Pause, die man sich gönnt, um das Leben durch eine andere Brille zu sehen“. Ihrer Meinung nach können Katholiken und Evangelische bei den gemeinsamen Übungen viel voneinander lernen: „Exerzitien wurden in Klöstern entwickelt, diese Art von Übungen gibt es in dieser Form bei uns nicht. Unsere offene Art, über gewisse Themen zu reden, ist für die Katholiken neu.“
Trotzdem sollen die Exerzitien-Treffen nicht gesprächslastig sein, sondern eher eine Zeit des Singens, der Stille und des Betens, wie Monika Heerd ausführt. Der ganzheitliche Ansatz soll den Teilnehmern ermöglichen, wieder bewusster für Gott und den Glauben in diese Zeit zu gehen. Die ökumenischen Exerzitien sind einfach eine spannende Sache in der Passionszeit. ursula fröhlich
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