Peiting - Ein Arbeitsunfall in einer Gaststätte in Böbing (wir haben berichtet) hat einmal mehr aufgezeigt, wie wichtig die „Helfer vor Ort“ (HvO) sind.

Simulation der Erstversorgung eines vom Wickeltisch gefallenen Kleinkindes durch die „Helfer vor Ort“ Karin Hirschvogel (rechts) und Karo Schmidt (stehend). „Übungsmutter“ Gabi Schäller (links) spielt dabei immer neue Situationen ein, Leiter Thomas Zimmer beobachtet das Szenario und beurteilt die Tätigkeiten.
In dem angesprochenen Fall war es die Gruppe der „First Responder“ aus Böbing, die einem Mann, der sich einen Finger in einer Küchenmaschine eingeklemmt hatte, bis zum Eintreffen des Notarztes wertvolle medizinische Hilfe und Unterstützung gab. In nur drei Minuten nach der Alarmierung war das Team beim Verletzten vor Ort.
Die „Helfer vor Ort Peiting“, die mittlerweile über sieben Monate im Einsatz sind, hat in dieser Zeit gezeigt, wie wichtig es ist, wertvolle Sekunden und Minuten für die Erste Hilfe zu nutzen. Trotz der überaus positiven Resonanz zum Engagement dieser Helfer gibt es einen kleinen Wermutstropfen: Die „Helfer vor Ort Peiting“ hätten gerne mehr Helfer in ihren Reihen: „Jeder Verletzte erwartet, dass ihm schnellstmöglich Hilfe zuteil wird. Sich selbst jedoch in den Dienst von Ersthelfern zu begeben, wird von vielen mit ,Ausreden und Absagen‘ quittiert“, erklärt Thomas Zimmerer, Leiter dieser Gruppe.
Um interessierten Bürgern - auch ohne Vorkenntnisse - die Tätigkeiten der „Helfer vor Ort“ näher zu bringen, hat die Gruppe in der vergangenen Woche einen Informationsabend veranstaltet. Vier Interessenten konnten dabei gewonnen werden, die an dem Erste-Hilfe-Kurs und an der Sanitätsausbildung teilnehmen werden. Damit dieser Kurs aber auch stattfinden kann, werden weitere Interessierte gesucht.
Anfragen oder Informationen beantwortet der hauptamtliche Rettungsassistent beim BRK-Kreisverband Weilheim-Schongau auch über Telefon unter der Rufnummer 08861/3032 oder unter info@hvo-peiting.de.
Hans-Helmut Herold
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