Penzberg - Die Mitarbeiter des Bauhofes haben harte Tage hinter sich. Nach dem Glätte-Chaos in Penzberg hagelte es Kritik. Dabei macht der Winterdienst mehr als gesetzlich vorgeschrieben.

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Auch im Einsatz, wenn der Pflug oben ist: 25 Fahrzeuge hält der Bauhof für den Winterdienst bereit. Bei dem Anblick staunt selbst Bürgermeister Hans Mummert (2.v.r.).
Die Mitarbeiter des Bauhofes haben mit Klischees zu kämpfen. Ein Beispiel: Die Fahrzeuge für den Winterdienst fahren in der Gegend spazieren.
„Die strenge Einteilung macht absolut Sinn“, bestätigt ein Fahrer der Penzberger Winterdienst-Flotte, der seit über 20 Jahren dabei ist. Früher sei es schon einmal vorgekommen, dass „Fahrer mal hier, mal da geräumt und gestreut haben, wo es halt grad notwendig war.“ Nur: Wenn sie dann von der Straße abgebogen sind, blieben ganze Abschnitte ungeräumt.
Dass der Winterdienst in Penzberg großflächig räumt und streut, auch Wohngebiete und Nebenstraßen, ist keine gesetzliche Pflicht. „Wir müssten uns nur um die neuralgischen und gefährlichen Stellen kümmern“, erklärt die Bauhofleiterin Bichlmayr. Zudem sei die Stadt verpflichtet, sicherzustellen, dass Fußgänger unbeschadet von A nach B kommen. Allerdings habe sich der Stadtrat in Penzberg für die ausgeweitete Variante des Winterdienstes entschieden. Das kostet im Schnitt 7000 Euro pro Einsatztag - ohne Streumittel.
Bürgermeister Hans Mummert betont, dass er voll hinter dem Bauhof stehe. Das Glätte-Chaos in Penzberg sei auf eine wetterbedingte Ausnahmesituation zurückzuführen. „Die Bürger müssen sich die Verhältnisse vor Augen führen“, sagt Mummert. Wichtig sei ihm eine offene Diskussion.
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