Penzberg - Luxuskarossen vor der Tür und Pseudo-Bedürftige in der Schlange: Das sind böse Gerüchte, mit denen Tafeln kämpfen, auch die Penzberger. Dabei gibt es eine ganz einfache Erklärung.

Mit dem Tafel-Auto holen Martin Krause (l.) und Michael Knoll Waren wie diese frischen Krapfen ab. In Seeshaupt, einem Teilbereich der Penzberger Tafel, werden Lebensmittel Gehbehinderten auch „frei Haus“ geliefert. Allerdings nur, weil das Tafel-Auto sowieso nach Penzberg weiterfährt. kg
Die Penzberger Tafel hat nämlich keinen Lieferservice. Dabei sind sich die Verantwortlichen darüber bewusst, dass es Bedürftige gibt, die gehbehindert sind oder wegen einer Krankheit ihr Haus nicht verlassen können.
Auch darüber, dass die Treppe hinunter in den Ulrichskeller für manche ein Hindernis darstellt. Es handelt sich aber um eine bewusste Entscheidung, einen festen Ort zu schaffen, zu dem die Menschen kommen können.
Für alle diejenigen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst vorbeikommen können, haben sich die Verantwortlichen eine andere Lösung überlegt: Die Tafel-Ausweise können an Menschen weitergegeben werden, die den Bedürftigen ihre Lebensmittel nach Hause mitbringen. Ein Nachteil dieser Variante: böse Gerüchte. „Wenn ein BMW vor der Tafel parkt, hat das nichts zu sagen“, betont „Tafel-Mutter“ Krause. „Wahrscheinlich hat der Besitzer ein gutes Herz.“
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