Petershausen - Die 17 Teilnehmer einer Kaffeefahrt staunten am Donnerstag nicht schlecht, als sie in der Gaststätte den versprochenen Gewinn sahen: Der Geschenkkorb im Wert von 49 Euro entpuppte sich als transparenter Müllbeutel in dem eine Packung Nudeln, Sauerkraut und Apfelmus enthalten waren.
Eingeladen hatte eine nicht existierende Firma, die in den Landkreisen Dachau, Pfaffenhofen an der Ilm und Freising Gewinnprämien für Reiseschecks und Werbeprämien versandt hatte. Übergeben werden sollten die Preise in einer Petershauser Gaststätte. Bei den Gewinnmitteilungen handelte es sich um eine versteckte Einladung zu einer so genannten Kaffeefahrt, bei der erfahrungsgemäß überteuerte Waren verkauft werden.
Da ein derartiges Wanderlager wohlweislich nicht angemeldet war und zudem Warnhinweise gegen den Veranstalter vorlagen, wurde vom Landratsamt Dachau die Durchführung untersagt. Die Beamten der Polizeiinspektion Dachau stellten bei ihrer Kontrolle fest, dass der Veranstalter zwar kurzzeitig erschienen war, sich aber bereits wieder entfernt hatte. Er hatte sich allerdings nicht geschämt, die angekündigten „Präsentkörbe“ zu überreichen.
Einziger Trost für die 17 Unerschütterlichen: Das versprochene Mittagessen, immerhin ein Schnitzel, war noch im Etat des Veranstalters enthalten und wurde bei der Wirtin bezahlt. Das Geld dafür hatte sich der Veranstalter wohl bei den Geschenkkörben eingespart. pid
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