Poing - Die Grundschule Karl-Sittler-Straße in Poing ist eine von 20 Schulen in Deutschland und die bislang einzige in Bayern, die vom Computerunternehmen Acer ein mobiles digitales Klassenzimmer bekommen hat - gratis. Am Donnerstag ist das Pilotprojekt vorgestellt worden.

Das moderne Klassenzimmer: Schulleiterin Tanja Markefka übt mit den Kindern „Dalli-Klick“. foto: dziemballa
Die heutigen Grundschüler dürften die Fernsehshow „Dalli Dalli“ nur vom Hörensagen kennen. Die Eltern und Großeltern werden sich noch an den stets gut gelaunten Hans Rosenthal erinnern, der unter anderem mit dem Spiel „Dalli-Klick“ das Publikum unterhielt. Die Kandidaten mussten erraten, welcher Gegenstand sich hinter einer Puzzlewand verbirgt, deren Teile nach und nach weggeklickt wurden. Beim mobilen digitalen Klassenzimmer erlebt „Dalli-Klick“ eine Renaissance. „Kennst Du diesen Künstler?“, lautet die Frage. Die Schüler dürfen nach und nach ein Puzzleteil entfernen - nicht per Knopfdruck wie früher: Die Kinder bewegen mit einem kleinen Stift an der Leinwand die Puzzleteile an den Rand. Touchscreen nennt man das in der Computersprache.
Der Computerhersteller Acer (Deutschlandsitz in Ahrensburg/Schleswig-Holstein) stattet derzeit 20 Schulen in Deutschland mit einem digitalen Klassenzimmer aus. Interaktives Whiteboard, Projektor, Lehrer-Notebook sowie Notebooks für Schüler inklusive - und das alles gratis. „Wir wollen die Erfahrungen von Lehrern, Eltern und Schülern sammeln“, erläutert Mirco Krebs, Mitglied der Acer-Geschäftsführung.
Moderne Medien seien im Unterricht mittlerweile wichtig geworden, betont die Rektorin, denn: „Wir wissen, dass der Computer für Schüler nicht mehr wegzudenken ist.“ Deshalb freue sie sich, dass ihre Schule für das Pilotprojekt von Acer in Zusammenarbeit mit weiteren Sponsoren wie dem Software-Großhändler Ingram Micro aus Dornach ausgewählt worden ist. Ingram und Acer wollen eigenen Aussagen zufolge ein digitales Klassenzimmer auf den Markt bringen. Die Testphase hierfür läuft seit gestern in Poing. In einem Jahr wird Bilanz gezogen.
Von Armin Rösl
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