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Energiebeirat: Fachkompetenz zum Anzapfen

Energiebeirat: Fachkompetenz zum Anzapfen

Poing - Die Generalprobe ist gelungen. Bürgermeister Albert Hingerl und andere Gemeinderäte werden dem Plenum demnächst die Zustimmung zur Gründung eines Poinger Umwelt- und Energiebeirats ans Herz legen.

Groß war die Resonanz bei einer Auftaktveranstaltung zur Schaffung eines Umwelt- und Energiebeirats. Insgesamt kamen gut 30 Leute in den Ratssaal. Foto: jödo

Groß war die Resonanz bei einer Auftaktveranstaltung zur Schaffung eines Umwelt- und Energiebeirats. Insgesamt kamen gut 30 Leute in den Ratssaal. Foto: jödo

Das am Montag war ein Testlauf. Bürgermeister und Gemeinderat wollten einmal sehen, wie groß die Resonanz ist, wenn an Umwelt- und Energiefragen interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie geeignete Vertreter aus der lokalen Wirtschaft eingeladen werden zu einem ersten lockeren Gedankenaustausch. Einschließlich der Mandatsträger waren es fast 30 Personen. Und von denen signalisierten praktisch alle, auch in einem offiziell gegründeten Beirat ehrenamtlich und beratend mitzuwirken. Fachkenntnisse sind genügend vorhanden. Die Agenda Energie war vertreten, das Energie-Forum, Mitstreiter vom ersten Bürgersolarkraftwerk, der Gewerbeverband, E.ON, IHK, Océ, die Arge, das Bauzentrum, mit Professor Dr. Eberhard Drechsel ein Poinger Bürger, der sich wissenschaftlich speziell mit Elektro-Mobilität befasst und diverse andere Vertreter aus örtlichen Firmen. Eine geballte Ladung Fachwissen also, bei dem Bürgermeister Albert Hingerl schnell und richtig erkannte, dass es vor anstehenden Entscheidungen des Gemeinderats unbedingt angezapft werden müsse. „Es hat sich in allen gesellschaftlichen Bereichen gezeigt, dass es von Vorteil ist, fachkundige Gruppen zu haben, mit denen man sich beraten kann“, so der Rathauschef. Insbesondere mit Blick auf den angespannten Haushalt 2011 sei es besonders wichtig, sich von externer Seite fachliches Wissen zu besorgen, um die richtigen energie- und umweltpolitischen Entscheidungen zu treffen, so Hingerl sinngemäß. Vieles sei schon passiert in den vergangenen Jahren. Verwiesen wurde auf teilweise Fernwärmeeinspeisungen im Bergfeld, das 50:50-Projekt der E.ON, die energetische Sanierung der Außenhüllen von Sozialbauwohnungen oder die erklärte Absicht des Rates, bei der Aufstellung von Bebauungsplänen den Aspekt Solar in den Fokus zu rücken. Mindestens ebenso lang sei aber die Liste künftiger Maßnahmen. Hier sei etwa die Windkraft zu nennen, das Carsharing, ein Energiesparkonzept für gemeindliche Liegenschaften und deren Umsetzung, die Geothermie oder die Schaffung eines Energie- und Umwelt-Kompetenzzentrums etwa in Grub oder das Weiterverfolgen der Idee Elektroautos. Vorbehaltlich eines noch ausstehenden Ratsbeschlusses und der offiziellen Gründung des Beirats wurde am Montag schon mal über die nächsten Themen gesprochen. Es sollte dann bereits konkret um die Windkraft, Elektromobilität und Schaffung einer örtlichen Infrastruktur sowie die Suche nach Privatdächern für neue Solarlösungen gehen.

Von Jörg Domke

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