Poing - Rund 300 Jugendliche waren per Post zur Podiumsdiskussion des Kreisjugendrings mit den Poinger Bürgermeisterkandidaten eingeladen worden. Gekommen waren 15 - und keiner von ihnen meldete sich zu Wort.

Wenig los: Fast keine Jugendlichen im Saal, dafür rechts oben die Bürgermeisterkandidaten Albert Hingerl, Carmen Berntheisel und Michael Frank (v.li.) mit Moderator Daniel Grasser (2.v.li.) vom Kreisjugendring. foto: rm
Zwei Sätze haben Bürgermeister Albert Hingerl und seine beiden Gegenkandidaten Carmen Berntheisel (CSU) und Michael Frank (Freie Wähler) immer wieder gesagt: "Das haben wir in Poing gut im Griff" und "Wir müssen miteinander reden". Gut im Griff habe der Gemeinderat und die Verwaltung das Wachstum der Gemeinde sowie all seine Auswirkungen. Und: Um zu wissen, was die Bürger bewegt, müsse man stets in Kontakt mit den Leuten sein und miteinander reden. Das haben sich alle drei Kandidaten auf die Fahnen geschrieben - und damit ist auch schon die wichtigste Aussage der Podiumsdiskussion gemacht.
Diejenigen, um die es am Mittwochabend im Jugendzentrum eigentlich gehen sollte, waren nicht da: die Jugendlichen. Im Vorfeld wurden rund 300 in der Gemeinde Poing lebende Erstwähler ab 18 Jahren per Post zur Diskussion mit den Bürgermeisterkandidaten eingeladen - gekommen waren lediglich 15, von denen sich keiner zu Wort meldete.
Nur Fabian Frank (SPD), Mitglied im Gemeinderat und im Jugendbeirat, und CSU-Gemeinderätin Eva Saam berichteten von der Arbeit des Jugendbeirats und dessen ersten Erfolge, wie die Errichtung der neuen Skateanlage und der Beachvolleyballplätze am Bergfeldsee.
Gute Idee, kostet aber viel Geld, antworteten die Kandidaten unisono. Trotzdem könne man über alles reden.
von Armin Rösl
Einen Kommentar zur Podiumsdiskussion lesen Sie in der Printausgabe der Ebersberger Zeitung vom 17. Februar.
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