Poing - Seit die Gaststätte im Poinger Sportpark geschlossen ist, gibt's keinen Hinweis auf die Kegelbahnen im Keller des Gebäudes. Dem SKK 98 Poing passt das nicht, zumal es Probleme bei Ligaspielen gibt.

Volle Konzentration: Erwin Zimmermann, Vorsitzender des SKK 98 Poing, und Spielerin Nina Raileanu. foto: jro
Fast unbemerkt gehen die Sportler des Kegelclubs SKK 98 Poing ihrem Hobby nach. Seit die Sportgaststätte geschlossen ist, gibt es im Sportpark gar keinen Hinweis darauf, dass im Keller Spitzensport betrieben wird. Die Damenmannschaft spielt in der 3. Bundesliga um den Aufstieg mit, außerdem sind weitere Damen- und Herrenmannschaften im Spielbetrieb. "Wenn Mannschaften von auswärts zu uns kommen, finden die die Kegelbahnen oft gar nicht", klagt der SKK-Vorsitzende Erwin Zimmermann. Deshalb hat er bei der Gemeinde Poing angefragt, ob sie nicht entsprechende Schilder aufstellen könnte. Das ist aber noch nicht alles, woran es nach Ansicht Zimmermanns hakt. Aufgrund des großen Zulaufs an Kindern und Jugendlichen fehlen dem Verein Platz und Trainingszeiten. 96 Mitglieder zählt der Kegelclub, "teilweise haben wir 40 bis 50 Jugendliche im Training", berichtet Zimmermann. Bislang hat der Verein an zwei Tagen in der Woche die Möglichkeit, die Kegelbahnen im Keller der Sportgaststätte zu nutzen: Dienstag von 15 bis 22 Uhr und Freitag von 14 bis 18 Uhr. Die restlichen Tage sind an den KC Poing und an auswärtige Vereine vergeben. Doch an den Nachmittagen gebe es noch andere Probleme, erläutert Erwin Zimmermann: "Das Schulsystem mit Ganztagsklassen lässt ein Training in den frühen Nachmittagsstunden nicht immer zu" - weil die Kinder wegen des Unterrichts keine Zeit hätten.
Der Vereinschef hat deshalb in einem Schreiben und in einem Gespräch die Gemeinde Poing darum gebeten, einen weiteren Trainingstag bereit zu stellen. Das wird ab Juli der Fall sein, teilt Bürgermeister Albert Hingerl auf Anfrage unserer Zeitung mit. Dann bekommt der SKK 98 Poing noch den Donnerstag, von 16 bis 18.30 Uhr, bei Spielbetrieb bis 22 Uhr. "Dazu musste einem auswärtigen, zahlenden Verein gekündigt werden", informiert Hingerl. Der Verein stammt aus München und ist nun dort auf der Suche nach einer Kegelbahn. "Dieser zusätzliche Tag sichert unsere Existenz", freut sich Zimmermann. Derzeit trainieren seine Kegler zu 30 Prozent nicht in Poing, sondern auf Bahnen im Umland, in Markt Schwaben und in München. "Das ist natürlich ein großer Aufwand für Spieler und Trainer."
von Armin Rösl
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