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Poings Zukunft: eine Stadt

Poing - Beim ersten Poinger Zukunftsdialog am Dienstagabend ist eines klar geworden: Poing entwickelt sich immer mehr weg von der ländlichen Gemeinde hin zur Stadt.

Über Poings Zukunft diskutierten Schulleiterin Simone Fleischmann, Prof. Gebhard Wulfhorst, Prof. Matthias Ottmann (v.li.) und Bürgermeister Albert Hingerl. foto: rm

Über Poings Zukunft diskutierten Schulleiterin Simone Fleischmann, Prof. Gebhard Wulfhorst, Prof. Matthias Ottmann (v.li.) und Bürgermeister Albert Hingerl. foto: rm

Mit dem Neubaugebiet am Bergfeld ändert die Gemeinde Poing ihre Struktur. Die Zeiten des ländlichen Dorfes sind vorbei, Gegenwart und Zukunft ist das urbane Bauen - und somit die Stadt. Das wurde beim ersten Poinger Zukunftsdialog am Dienstagabend in der Aula der Grund- und Mittelschule Poing-Nord deutlich. Gekommen waren etwa 80 der insgesamt knapp 14.500 Bürger, darunter zahlreiche Vertreter der Fraktionen im Gemeinderat.

Dass der Städtebau in Poing funktioniert, erläuterte Prof. Matthias Ottmann, geschäftsführender Gesellschafter der Ottmann GmbH & Co Südhausbau KG. "Der urbanen Entwicklung steht nichts im Wege." Die hierfür notwendigen Punkte wie gute Infrastruktur und Einkaufsmöglichkeiten sowie öffentliche Treffpunkte (wie der Bergfeldpark und das Bürgerhaus) seien gegeben. Wichtig sei zudem ein ausgeklügeltes Verkehrskonzept, fügte Prof. Gebhard Wulfhorst hinzu. Der Raum- und Verkehrsplaner von der TU München saß ebenso am Podium wie Bürgermeister Albert Hingerl und die Leiterin der Grund- und Mittelschule Simone Fleischmann.

Bei der Diskussion über Poings Zukunft stimmten die Teilnehmer sowie die Besucher überein, dass das Bildungsangebot mit der Entwicklung hin zu einer Stadt gleichziehen müsse. Konkret: In naher Zukunft sollte ein Gymnasium gebaut werden. Zwei Grundschulen, eine Mittel- und eine Realschule sowie ein Sonderpädagogisches Förderzentrum gibt es bereits.

Ebenfalls zur Sprache kam die Altersstruktur; die vielen jungen Familien und Kinder werden älter - was kann die Gemeinde Poing dann anbieten? "Wir müssen vom Baby bis zum Greis denken", betonte Dritte Bürgermeisterin Karin Kölln-Höllrigl.

Einen Vorschlag, wie kleine Betriebe ins Neubaugebiet integriert werden könnten, brachte die CSU-Landtagsabgeordnete Christa Stewens ein: ein Handwerkerhof. Ein Bereich, in dem sich ein paar Firmen ansiedeln könnten.

Am Ende des Abends konnten die Besucher ihre Prioritäten für die Zukunft Poings aufschreiben. Am häufigsten genannt wurden die Themen "Umwelt/Energie/Windkraft", "Bahnunterführung", "Gymnasium" sowie Angebote für Senioren, ein besserer S-Bahntakt und mehr Freizeitangebote. Hier werden unter anderem ein Schwimmbad und eine Diskothek gefordert.

Die Ergebnisse des Zukunftsdialoges sollen in die Arbeit des Gemeinderates einfließen, kündigte Thomas Schächtl von der Marketingagentur Allmender an, die die Veranstaltung organisiert hatte.

von Armin Rösl

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