Schäftlarn - Nachwuchsprobleme bei der Feuerwehr? „Nichtbei uns“, sagt Schäftlarns Kommandant Stefan Hiss. Die Personalsituation hat der 45-Jährige dabei weniger im Sinn. Vielmehr dies: Er und seine Kollegen Mathias Buck und Christian Reindl sind binnen drei Wochen Väter geworden.

In den Helm hineingeboren: In 14 Jahren können die Väter (v.l.) Christian Reindl, Stefan Hiss und Mathias Buck mit der Ausbildung ihrer drei Kleinen (v.l.) Leni Veronika, Maximilian und Korbinian beginnen. foto: sh
„Man muss eben auch an die Zukunft denken“, kommentiert Buck augenzwinkernd den Beitrag der Drei zur Nachwuchsarbeit und beweist damit Weitblick. Schließlich darf die Ausbildung der Kleinen frühestens in 14 Jahren beginnen. Ein schöner Gedanke für die Neu-Väter, der im November allerdings Nebensache war.
Den Anfang des Babyreigens machte am 10. November Leni Veronika Reindl, zwei Tage später kam Korbinian Buck. Und mit Maximilian Hiss fand der Monat ein schönes Ende. „Jetzt können wir den ganzen November Kindergeburtstag feiern“, sagt Hiss´ Frau Sabine trocken.
Umgekehrt haben die Kleinen kein Problem damit, wenn der Funkwecker an Papas Gürtel geht. „Sie schläft wie ein Stein“, beschreibt Christian Reindl das Verhalten seiner Tochter. Auch Maximilian und Korbinian lässt das Engagement ihrer Väter bei der Freiwilligen Feuerwehr Hohenschäftlarn eher kalt. „Aber wir hoffen, das verwächst sich“, sinniert Hiss. Denn auch wenn die Familien ihren Sprösslingen die Entscheidung selber überlassen wollen, ob sie Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr werden - träumen ist erlaubt. Nämlich, dass eines Tages die Väter mit ihrem Nachwuchs gemeinsam ausrücken.
von Sabine Hermsdorf
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