Familie Pracht aus Altenstadt feiert Ostern ganz traditionell

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    • 29.03.13
    • Altenstadt
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Familie Pracht aus Altenstadt feiert Ostern ganz traditionell

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Altenstadt - Palmbuschen binden, Eier färben, Osterfrühstück, Nester suchen, Osterkerze und Osternacht. Bei Familie Pracht aus Altenstadt gehören diese Dinge fest zum Osterbrauchtum.

Familienrunde um die Osterkerze: Das Ehepaar Alexandra und Reinhold Pracht feiert gemeinsam mit ihren Kindern (v.l.) Annalena (15), Korbinian (9), Rosalie (4) und Theresa (13) das bevorstehende Osterfest. foto: can

Familienrunde um die Osterkerze: Das Ehepaar Alexandra und Reinhold Pracht feiert gemeinsam mit ihren Kindern (v.l.) Annalena (15), Korbinian (9), Rosalie (4) und Theresa (13) das bevorstehende Osterfest. foto: can

Palmbuschen binden, Eier färben, Osterfrühstück, Nester suchen, Osterkerze und Osternacht. Bei vielen Familien stehen diese Dinge schon lange nicht mehr auf dem Programmzettel für das Osterfest. Ein paar Tage frei haben ist ja ganz nett. Das traditionelle Osterfest begehen? Eher weniger. Familie Pracht aus Altenstadt ist da ganz anders. Mama Alexandra und Papa Reinhold, die eine Landwirtschaft haben, legen viel Wert auf ein schönes und vor allem traditionelles Osterfest mit ihren beiden großen Töchtern Annalena (15) und Theresa (13), ihrem Sohn Korbinian (9) und Küken Rosalie (4). Bei einer gemütlichen Kaffeerunde erzählen sie davon.

-Welche Rolle spielt Ostern für Ihre Familie?

Annalena: Also ich würde sagen, Ostern steht auf Platz drei im Jahresverlauf. Das Osterfest kommt gleich nach Weihnachten und Geburtstag.

-Was ist denn das Schöne an Ostern?

Annalena: Die Zeit mit der Familie. Für mich ist das gemeinsame Osterfrühstück immer ein Highlight. Und der Ostermontag. Da fahren wir zur Oma.

Mama Alexandra: Mir gefallen besonders die Feiertage zuvor. Vom Palmsonntag über die Karwoche, Gründonnerstag, Karfreitag bis hin zum Karsamstag. Das ist eine richtig schöne, ruhige Familienzeit. Fast wie die Vorweihnachtszeit.

Papa Reinhold: In der Woche vor Ostern sind wir alle auch mehr daheim als sonst. Da arbeitet man vielleicht mal nicht so viel. (grinst) Das ist eine entspannte Zeit.

Theresa: In den Osterferien unternehme ich auch nicht so viel mit Freunden. Da bin ich lieber im Kreis der Familie.

-Wie feiert Ihr das Osterfest?

Theresa: Los geht’s schon ganz in der Früh. Wir größeren Kinder gehen mit Oma und Opa in die Osternacht. Dann gibt’s mit der ganzen Familie ein großes Osterfrühstück. Natürlich mit den frisch geweihten Sachen: Eier, Salz, Zopf, Schinken und ein bisschen Schokolade. Und danach geht der Rest der Familie in die Ostermette. So dass jeder einmal in der Kirche war.

Alexandra: Wir gehen immer in zwei Gruppen in die Kirche. Anders geht es nicht, weil mein Mann wegen der Landwirtschaft so eingespannt ist. Dann essen wir alle gemeinsam mit der Familie. Mit Onkel, Tante und Cousinen und Oma und Opa. Wenn das Wetter passt, gehen wir am Nachmittag nach draußen. Ansonsten ist Kanapee-Nordwand angesagt.

Reinhold: Und wir trinken noch gemeinsam Kaffee.

-Und wann geht es ans Osternester-Suchen?

Annalena: Gesucht wird gleich nach dem Frühstück. Zuerst pfeifen wir dem Osterhasen. Dann weiß er, dass er jetzt kommen kann.

Theresa: Dann warten wir noch ein bisschen, bevor wir auf die Suche nach den Nestern gehen.

Korbinian: „Der Osterhase bei der Oma versteckt’s immer an der gleichen Stelle. Unter den Sträuchern unterm Haselnussbaum. (grinst)

Annalena: Die Beute wird dann gerecht unter allen aufgeteilt. Meine kleine Schwester Rosalie kann noch nicht pfeifen. Sie schreit dem Osterhase immer ganz laut, dass er kommen soll. (lacht).

Rosalie: Ich zeige mal, wie das geht. (Die Vierjährige geht zur Balkontür, öffnet sie und plärrt ganz laut nach draußen: „Ooosterhaaas!!!“. Großes Gelächter am Kaffeetisch folgt.)

-Rosalie, hast Du den Osterhasen denn schon mal gesehen?

Rosalie: Nein. Wir waren immer zu spät da. Dann war der Osterhase schon weg. Aber ich glaube, er ist schwarz. Und so groß wie ich. Und hat zwei lange Ohren.

Alexandra: Dieses Jahr muss er ja schwarz sein. Im Schnee sieht man ihn ja sonst nicht. (grinst)

-Ein Osterwetter ist das im Moment ja nun wirklich nicht gerade . . .

Korbinian: Der Schnee gefällt mir gar nicht. Für Ostern braucht man Frühling.

Annalena: So kann man draußen gar keine Eier suchen. An Ostern braucht man Sonnenschein. Warm muss es nicht unbedingt sein. Aber man soll merken, dass der Winter vorbei ist.

-Was legt denn der Osterhase in Eure Nester?

Korbinian: Einen großen Schokoladenosterhasen in der Mitte und viele Süßigkeiten drum herum.

Annalena: Und manchmal noch ein kleines Spielzeug. Vor zwei Jahren war mal ein kleines Yo-Yo dabei.

Alexandra: Einmal hat es auch schon was Großes gegeben: Annalena hat damals ihr erstes Radl vom Osterhasen bekommen. Das war aber wirklich eine Ausnahme. Die Kinder sollen ja nicht vergessen, dass es an Ostern um etwas anderes als um Geschenke geht.

-Worum geht es denn nun an Ostern?

Korbinian (wie aus der Pistole): Um die Auferstehung von Jesus.

-Habt Ihr denn auch gefastet in den vergangenen Wochen?

Annalena: Süßigkeiten. Die ganze Familie hat so ziemlich auf Süßigkeiten verzichtet. Außer an Papas Geburtstag. Das war eine Ausnahme. Und vielleicht mal am Sonntag.

Alexandra: Richtung Ostern wird das Fasten immer lockerer. Manchmal pfeift man dem Osterhasen. Der bringt dann mal was Kleines zwischendurch. Vor Ostern. (lacht)

-War es denn schlimm, in der Fastenzeit auf etwas verzichten zu müssen?

Theresa: Nein, dass kann man schon mal aushalten. Außerdem steigt die Vorfreude auf Ostern dadurch sehr. Fasten gehört einfach dazu.

Alexandra: In der Fastenzeit naschen wir dann eben Rosinen oder Nüsse. Das schmeckt auch gut.

-Was gibt es denn am Sonntag als Ostermahl?

Alexandra: Genau weiß ich es noch nicht. Ein traditionelles Osteressen haben wir nicht. Aber auf jeden Fall kommt immer ein bisschen was Besonderes auf den Tisch.

Reinhold: Ente hat es mal gegeben. Braten und Tafelspitz.

-Welche Vorbereitungen sind denn für Ostern notwendig?

Theresa: Für den Palmsonntag basteln wir Kinder Palmbuschen. Dann geht es in der Karwoche mit der Osterkerze weiter. Die hat dieses Jahr meine Schwester Annalena gemacht.

Annalena: Und am Karsamstag färben wir Ostereier. Da freue ich mich richtig drauf.

Alexandra: Die Mädels machen das ganz aufwändig. Mit Wachstechnik. Dann werden die Ostereier richtig schön.

-Wie feiern denn Eure Klassenkameraden Ostern? Geben die sich genauso viel Mühe wie Ihr?

Annalena: Ich glaube, viele Familien von meinen Klassenkameraden feiern gar nicht richtig Ostern. Die gehen nicht in die Kirche und nehmen das Ganze nicht so ernst. Natürlich kann das aber jeder so machen, wie er will.

Theresa: Ich hab meine Klassenkameraden auch noch nie in der Kirche gesehen. Für mich gehört der Gottesdienst aber zu Ostern dazu.

Korbinian: Also meine Klassenkameraden hab’ ich schon öfters in der Kirche gesehen. Die feiern Ostern glaub ich so ähnlich wie wir.

Das Gespräch führte: Carolin Nuscheler

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Kommentare

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Xerxes01.04.2013, 01:56
(1)(0)

das is ja schon nicht mehr traditionell, das is ja regelrecht spießig.

Beobachter31.03.2013, 21:50Antwort
(3)(0)

die Kinder sind insofern "arm", weil sie in einer absolut verblendeten Umgebung aufwachsen. Hoffentlich trennen sie sich frühzeitig, damit evtl. noch etwas aus Ihnen werden könnte...

Loitzl30.03.2013, 16:46
(5)(0)

Ist doch schön, wenn Kinder noch in solchen Glaubenstraditionen aufwachsen - und Ostern nicht nur vor der Playstation verbringen.

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