Schongau - Die Schongauer Heiligkreuzkapelle an der Auffahrt zum Maxtor kann neuerdings auch dann besichtigt werden, wenn die massive Eingangstür verschlossen ist - durch ein Guckloch.

Die Heiligkreuzkapelle an der Auffahrt zum Maxtor in Schongau ist nicht nur bei den Einheimischen beliebt. Fotos: wk
Die Schongauer Heiligkreuzkapelle an der Auffahrt zum Maxtor kann neuerdings auch dann besichtigt werden, wenn die massive Eingangstür verschlossen ist. Möglich wurde dies durch ein in die Türe eingelassenes Fenster, das mit Panzerglas gesichert ist. „Wir sind oft von Stadtführern angesprochen worden, die bedauerten, dass die Kapelle nur selten aufgeschlossen ist“, begründet Stadtpfarrer Bernhard Mooser diese Maßnahme. Für die Allgemeinheit ist die Heiligkreuzkapelle nämlich lediglich an den beiden Wochentagen Dienstag und Freitag zum Rosenkranzgebet geöffnet. Ansonsten ist die Eingangstüre fest verschlossen.
Ein Blick durch das neue Guckloch lohnt sich. Die ehemals hölzerne Kapelle wurde zwischen 1690 und 1693 von Johann Schmuzer und dessen Sohn Joseph als Steinbau errichtet und mit Stuckarbeiten des Schongauer Künstlers Johann Pöllandt ausgestattet. Die Kapelle ist mit Figuren des Johannes-Evangelist, Chorfresko und der Schmerzhaften Muttergottes ausgestattet. Zahlreiche Votivtafeln an den Wänden bezeugen die mehrhundertjährige Wallfahrtstradition.
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